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04.08.2011

Envio-Skandal: Berichte der Bezirksregierung Arnsberg liegen vor

Envio-Gelände umfassend gesichert – keine Gesundheitsgefährdung für die Menschen!

Zur Situation auf dem Betriebsgelände Kanalstraße 25

Eine umfassende und laufend aktualisierte Online-Dokumentation der Bezirksregierung zur Situation auf dem Betriebsgelände Kanalstraße 25 verdeutlicht für jedermann transparent, dass vom Betriebsgelände der Fa. Envio nach der Stilllegung keine Gesundheitsgefahren für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Arbeitnehmer im Hafen mehr ausgehen. Dies bestätigen die regelmäßigen Luftkonzentrations- und Staubniederschlagsmessungen des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) sowie aktuelle Fegestaubproben vom Betriebsgelände. Zudem zeigt die Dokumentation auf der Internetseite der Bezirksregierung, dass das Gelände Kanalstraße 25 umfassend gesichert ist.

Das Envio-Gelande ist umfassend gesichert

Auf dem Betriebsgelände Kanalstr. 25 sind diverse Unternehmen ansässig. Einzige Zufahrt zum Gelände ist die 24 Stunden besetzte Pforte an der Kanalstr. 25. Die dort vorhandenen Maßnahmen sorgen dafür, dass

  • sich lediglich zugangsberechtigte Personen (z.B. Arbeitnehmer und angemeldete Gäste) Zutritt zu dem Gelände verschaffen können,
  • die Betriebsflächen der Fa. Envio durch eine Zaunanlage mit der Beschilderung  „Zugangsverbot“ gesichert sind,
  • beschilderte Zaunanlagen einen Teilbereich der Halle 55 und ein Containerfreilager neben der Halle 2 absichern.

Darüber hinaus sind die PCB belasteten Hallen verschlossen und durch Alarmanlagen und Überwachungskameras gesichert.

In Halle 55 besteht eine Staubabtrennung in der Form eines Metallgerüstes mit Folienbespannung, die den heute durch eine andere Firma genutzten Teil der Halle von dem Bereich trennt, der früher durch die Fa. Envio genutzt wurde. Hinter dieser Staubabtrennung befindet sich wiederum eine zwei Meter hohe Zaunanlage, die das Betreten dieses Bereiches verhindert. Aus Brandschutzgründen sind alle Türen als Fluchttüren mit sogenannten Panikverschlüssen ausgelegt. D.h., sie können von innen geöffnet werden, obwohl sie von außen verschlossen sind. Der ordnungsgemäße Zustand der Absperrungen und der Verschlusszustand werden von der Bezirksregierung mehrmals in der Woche überprüft.

PCB-Belastung der Firma Envio

Für das Envio-Betriebsgelände liegt ein Beräumungs-, Sanierungs- und Entsorgungskonzept vom 17.03.2011 vor. Dieses Konzept beschreibt detailliert Art und Ausmaß der PCB-Belastung. Dieses Konzept ist ebenfalls auf der Internetseite der Bezirksregierung einsehbar. Es stellt die wesentliche Grundlage der Sanierungsanordnung dar, die von der Bezirksregierung am 29.6.2011 getroffen worden ist.

Die Staubabtrennung in Halle 55 wurde im April 2011 zur Vorsorge im Zusammenhang mit der Betriebsaufnahme eines Unternehmens in diesem Bereich errichtet. PCB-Untersuchungen durch Gutachter haben ergeben, dass seit Stilllegung der Fa. Envio im Mai 2010 bis zur Errichtung der Trennwand keine kritische PCB-Belastung des Nachbarbereiches erfolgte. Durch zahlreiche Messungen wurde belegt, dass kein PCB-Staub in der Halle aufgewirbelt und nach außen getragen wird. Ein vorübergehend defektes Fenster wurde bereits im Mai abgedichtet und stellt kein Sicherheitsrisiko dar.

Regelmäßige Messungen

Zur Ermittlung des Verursachers von PCB-Emissionen um Dortmunder Hafen hatte das LANUV von Ende März 2010 bis März 2011 insgesamt 14 Staubniederschlagsmessstellen betrieben. Die Fa. Envio konnte mit diesen Messpunkten als Hauptverantwortlicher ermittelt werden. Im März 2011 wurde dann vom LANUV die weitere Messplanung für die Sicherungs- und Sanierungsphase des Geländes vorgestellt.

Mit den darin neu festgelegten Messpunkten in den Bereichen Hafenwiese und Fredenbaumpark kann die Belastungssituation im Hafengebiet und dem Umfeld weiterhin kontinuierlich registriert und überwacht werden.

Ergänzend werden Messungen am Containerterminal durchgeführt, um die Wirksamkeit weiterer Minderungsmaßnahmen bei der benachbarten Firma Interseroh beurteilen zu können.

Weitergehende Staubniederschlagsmessungen werden mit Beginn der Sanierungsarbeiten auf dem Envio-Gelände aufgenommen.

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