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27.01.2012

Mentoring-Programm

„Gut investierte Zeit“

„Der Einstieg ins Berufsleben entscheidet maßgeblich darüber, ob man sich auch später noch mit seiner Berufswahl identifizieren kann. Daher ist es eine gut investierte Zeit, den Einstieg so gut wie möglich zu gestalten“, sagte Regierungsvizepräsident Volker Milk gestern zur Begrüßung bei der Abschlussveranstaltung „Mentoring“.

Mit dem erstmals durchgeführten Programm will die Bezirksregierung auch als Arbeitgeber neue Wege gehen. 

Hintergrund: Angesichts des demografischen Wandels und eines sich – in manchen Bereichen – schon jetzt abzeichnenden Fachkräftemangels stehe die Bezirksregierung künftig noch stärker in Konkurrenz mit der Privatwirtschaft. Weil das Argument „Arbeitsplatzsicherheit“ als ein Vorteil von Behörden somit zunehmend entfalle, so Milk, müsse sich auch die Bezirksregierung bei der Rekrutierung von Nachwuchs noch deutlicher „als ein attraktiver Arbeitgeber“ positionieren. Das neue, ein Jahr dauernde Mentoring-Programm für Regierungsrätinnen und -räte diene nicht zuletzt dem Ziel, die „Arbeitszufriedenheit“ der jungen Mitarbeiter zu erhöhen. 

Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann, nach Minister-Gesprächen in Düsseldorf später als geplant zurück in Arnsberg, betonte im Verlauf der Mentoring-Abschlussveranstaltung: „Es geht darum, dass wir eine klare Vorstellung von Führungskultur haben und diese umsetzen und weiterentwickeln.“ Eine der wichtigen Fragen dabei: „Sind wir bereit, wechselseitig aus Kritik zu lernen?“ Diese Kultur der Kritikfähigkeit im Umgang mit Mitarbeitern und Herausforderungen solle durch das Mentoring-Programm gefördert werden. Zudem gehe es – neben Aspekten wie Wissensmanagement und Coaching – insbesondere darum, dass junge Mitarbeiter Netzwerke knüpfen. „Netzwerke sind ja nichts Neues. Die hat es immer gegeben. Es kommt aber darauf an, sie konstruktiv für die Behördenarbeit zu nutzen.“   

Reflexion des Mentoring-Jahres in Workshops 

RP Bollermann kündigte an, dass das Mentoring-Programm auf jeden Fall in eine neue Runde gehen werde – und nahm am Donnerstag auch an den Workshops teil, in denen Mentees und Mentoren die gemeinsamen Erfahrungen austauschten sowie den Nutzen und die Grenzen des Programms diskutierten. Zuvor hatten Petra Kersting und Margret Tewes (Zentrum Frau in Beruf und Technik im Auftrag der Fortbildungsakademie Mont Cenis) eine Bilanz in Zahlen gezogen – auf der Grundlage von Fragebögen, die von 20 Mentees und 19 Mentoren ausgefüllt worden waren. Eines der Ergebnisse: „Es wurde sehr umsetzungsorientiert in den Tandems gearbeitet.“ Und: Von den jungen Mitarbeitern bezeichneten fast zwei Drittel im Fragebogen als überwiegend oder zumindest teilweise zutreffend, dass das einjährige Mentorenprogramm nützlich für ihre berufliche Weiterentwicklung sei.  

Bildhinweis:

Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann (vorne) mit den Teilnehmern des erstmalig durchgeführten Mentoring-Programms der Bezirksregierung Arnsberg.



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