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28.04.2014

Ölaustritt in Gronau-Epe

Weitere Hinweise auf mögliche Ursache Gehört zum Bereich Energie, Bergbau

Die Ergebnisse der Sondierungsarbeiten haben deutliche Hinweise auf den Ölpfad erbracht. Sie verstärken den Eindruck, dass der Öleintrag von der Kaverne S5 ausgeht. Insofern sind die umfangreichen Sondierungsarbeiten als Erfolg zu werten.

Ab Montag (28.04.) wird jetzt 80 Meter von der Kaverne entfernt eine Bohrung durchgeführt, die durch Ton- und Mergelschichten bis in ca. 220 Meter Tiefe gehen wird. Die Bohrung soll weitere Erkenntnisse sowohl über die Ursache des Ölaustritts als auch über mögliche Wegsamkeiten innerhalb der Geologie liefern.

Zum Thema Grundwasser: Am Donnerstag (24.04.) waren an mehreren der vorsorglich ausgebrachten Wassermessstellen Ölspuren im oberflächennahen Grundwasser festgestellt worden. Die Fundstellen liegen im Abstrom des Oberflächengrundwassers in nördlicher Richtung.

Um einen sofortigen Schutz gegen weiteres Abfließen des oberflächennahen Grundwassers zu gewährleisten, wird entsprechend der Berechnung des Gutachters Dr. Hans-Peter Jackelen ab voraussichtlich Montag eine abdichtende Schlitzwand hergestellt. Die Schutzwand wird bis in die geologisch abdichtende Tonschicht reichen.

Sichere Trinkwasserversorgung

Für die weiter entfernten Trinkwasserentnahmestellen werden durch die Einbindung eines Gutachters die Kontrolle des Grundwassers gewährleistet und Präventivmaßnahmen begleitet. Alle Beteiligten sind in ein Frühwarnsystem eingebunden. Durch die Kontrollmessungen ist die Sicherheit der Trinkwasserversorgung jederzeit gewährleistet.

Parallel wird eine erneute Prüfung der Kavernenanlage S5 vorbereitet. Hierzu werden weitere High-Tech-Unternehmen hinzugezogen.

 

Bildhinweis:
Bohrkerne geben Hinweise auf Ölspuren im Erdreich



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