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21.02.2017

Vorläufige Besitzeinweisung im Flurbereinigungsverfahren Selbecke

Holzeinschlagssperre ab 1. März 2017 Gehört zum Bereich Kommunalaufsicht, Planung, Verkehr Gehört zum Bereich Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz Gehört zum Bereich Förderportal, Wirtschaft

Im Flurbereinigungsverfahren Selbecke erfolgt für die Waldflächen zum 1. März 2017 die vorläufige Besitzeinweisung in die neuen Grundstücke.  Hierzu hat die Bezirksregierung Arnsberg unter Einbeziehung der Eigentümer ein Zuteilungskonzept entwickelt, welches die Grundlage für den noch folgenden Flurbereinigungsplan darstellt.

Zum 1. März hat die Behörde die Holzeinschlagssperre erlassen, die zunächst bis zum 31. Dezember 2017 befristet ist. Während dieser Zeit bewertet ein Gutachter die Holzbestände der Waldeigentümer. Mit diesen Werten errechnet die Behörde den Holzwertausgleich für jeden Eigentümer. „Die Holzeinschlagssperre dient dem Schutz des Eigentums. Die Sperre verbietet den Holzeinschlag auf den Waldflächen, die den Eigentümer wechseln“, betont Louisa Wyneken, zuständige Planungsdezernentin der Bezirksregierung Arnsberg. Sind Pflegearbeiten oder Holznutzung in der Sperrzeit unerlässlich, so muss dies bei der Bezirksregierung beantragt werden.

Das Flurbereinigungsverfahren Selbecke dient dazu, die zersplitterten und unzweckmäßig geformten Waldgrundstücke zusammenzulegen und die Walderschließung zu verbessern. Außerdem wird gemeinschaftliches Eigentum (z.B. Konsortenstücke) aufgelöst und mit vorhandenem Privateigentum arrondiert. Zum Zeitpunkt der Einleitung des Verfahrens im Jahr 2009 war der Wald nur eingeschränkt nutzbar, die Erschließung durch Waldwirtschaftswege unzureichend.

Inzwischen wurden 13,5 km Holzabfuhrwege neu- oder ausgebaut und das Ziel der Zusammenlegung von Flächen mit dem Zuteilungskonzept umgesetzt.

„Den Verfahrensschritt ,vorläufige Besitzeinweisung‘ hat die Bezirksregierung dem Verfahrensschritt ,Flurbereinigungsplan‘ zeitlich vorgezogen, um die Eigentümer so früh wie möglich in den Genuss der neuen Zuteilung und des vollen Vorteils des neuen Wegenetzes zu bringen. Außerdem kann sich der einzelne Eigentümer so schon einmal mit seiner vorläufigen Zuteilung vertraut machen“, so Wyneken.

 

Bildhinweis:
Blick von Norden auf Selbecke (2015)


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