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22.02.2017

Illegale Galvanikabfälle

Bezirksregierung Arnsberg lässt Lager räumen

Die Bezirksregierung Arnsberg lässt ab sofort das illegale Abfalllager eines Galvanikbetriebes in Kreuztal-Eichen räumen. Ein überregionales Entsorgungsunternehmen wurde im Rahmen einer Auftragsvergabe mit der Räumung beauftragt. Diese Räumung übernimmt die Bezirksregierung ersatzweise, da die Verantwortlichen dieser Aufgabe bisher nicht nachgekommen sind.

Seit Bekanntwerden des illegalen Lagers im September 2016 unternahm die Bezirksregierung Arnsberg eine Reihe sofortiger Sicherungsmaßnahmen, wie etwa eine regelmäßige Brand- und Sicherheitswache. Diese Sofortmaßnahmen waren nötig geworden, weil die illegalen Abfälle eines insolventen Galvanikbetriebes in einer nicht dafür vorgesehenen Halle und zugleich in nicht mehr zugelassenen Behältern gelagert wurden.

Die in Kreuztal-Eichen gelagerten Kunststoff-IBC-Behälter mit einem Fassungsvermögen von 1 Kubikmeter dürfen ab Herstellungsdatum nur fünf Jahre lang für den Transport von Gefahrstoffen genutzt werden. Die illegal gelagerten Abfälle (rund 250 Kubikmeter chrom- und nickelhaltige Spülwässer sowie 20 Kubikmeter Altsäuren) befinden sich in Kunststoffbehältern, die älter als fünf Jahre sind und bei denen die Dichtigkeit somit nicht mehr garantiert werden kann.

Weil zudem der Bodenbelag der Lagerhalle unzureichend abgedichtet ist und somit bei einem Austritt der Gefahrstoffe eine Boden- und Gewässerverunreinigung nicht ausgeschlossen werden kann, muss das Lager nun zügig geräumt werden. Dafür entwickelte ein Ingenieurbüro im Auftrag und in Abstimmung mit der Bezirksregierung Arnsberg ein Entsorgungskonzept, das insbesondere die Risiken bei der Entsorgung minimiert, da ein großer Teil der Behälter nicht mehr für den Transport auf der Straße zugelassen ist.

Damit diese nicht über Verkehrswege befördert werden, werden die Behälter mittels Saugtankwagen von außen über einen Bachlauf hinweg abgepumpt. Dafür werden innerhalb und außerhalb der Lagerhalle vorrübergehende Dichtflächen geschaffen. Um ein hohes Schutzniveau bei den Entsorgungsvorgängen zu gewährleisten, wird der Schlauch des Saugtankwagens noch einmal zusätzlich gesichert.

Nach Durchführung der Entsorgungsarbeiten werden die durch die Entsorgung und Überwachung entstanden Kosten dem Verantwortlichen in Rechnung gestellt. Die jeweiligen Abtransporte werden von der Bezirksregierung Arnsberg und dem beauftragten Ingenieurbüro überwacht. Die Arbeiten sollen innerhalb von sieben Wochen abgeschlossen sein.

 

Bildhinweis:
Die Lagerung der Abfälle geschah illegal in einer nicht dafür vorgesehenen Halle.


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