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20.04.2017

Integration ermöglichen

Bezirksregierung Arnsberg beschäftigt zwei Geflüchtete Gehört zum Bereich Integration, Migration

„Die Integration der zu uns Geflüchteten gelingt nur dann, wenn wir die Menschen so früh wie möglich in Arbeit bringen“, sagt Regierungspräsidentin Diana Ewert – und so schafft die Behörde erste Tatsachen im eigenen Haus: Seit Mitte April arbeiten Man Habib und Khaled Ghatass im Risswerk-Archiv der Bergbauabteilung. Die dort gelagerten Kartenbestände der Bezirksregierung Arnsberg müssen digitalisiert und für die Zukunft gesichert werden.

„Unsere zwei neuen Mitarbeiter werden regulär nach dem Tarifvertrag der Länder eingestellt. Ihre Arbeit ist sozialversicherungspflichtig und bietet ihnen damit gute Grundvoraussetzungen für ihre spätere berufliche Laufbahn“, so Diana Ewert.

Für den 1994 in Damaskus geborenen Man Habib bietet die Bezirksregierung Arnsberg damit größtmögliche Chancen für eine gelungene Integration in Deutschland. Im Sommer 2015 vor den Kriegswirren geflohen, wollte Habib in Deutschland studieren. Doch sein syrisches Abitur wird in Deutschland nicht als Hochschulreife anerkannt. „Nun möchte er gerne ein deutsches Abitur an der Abendschule nachholen und im Anschluss studieren“, erklärt Burkhard Römmelt, Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg und verantwortlich für die Vermittlung zwischen den Geflüchteten und der Behörde. Zweifel daran, dass Habib den hohen Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes nicht gerecht werden könnte, hat Römmelt nicht: „Binnen eines Jahres hat er sehr gut Deutsch gelernt. Der junge Mann ist sehr intelligent und die passende Antwort auf den Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft.“

Eine gute Integration ermöglicht die Anstellung bei der Bezirksregierung Arnsberg aber auch dem 1975 ebenfalls in Damaskus geborenen Khaled Ghatass. Der Familienvater arbeitete über viele Jahre hinweg als Lehrer für Arabisch und Religion bevor auch er schließlich im Sommer 2015 nach Deutschland floh. „Die Familie von Herrn Ghatass konnte inzwischen auch nach Deutschland kommen. Um hier nicht dauerhaft auf staatliche Subventionen angewiesen zu sein, möchte der Familienvater wieder einer geregelten Arbeit nachgehen und selbst für die Versorgung seiner Familie sorgen“, so Burkhard Römmelt.

Dass die Bezirksregierung Arnsberg nun diesen beiden Geflüchteten eine Chance bietet, sieht Regierungspräsidentin Diana Ewert jedoch nur als ersten Schritt: „Als Bezirksregierung setzen wir Impulse und helfen, wo immer wir helfen können. Klar ist jedoch, dass die Gesellschaft im Gesamten gefordert ist: Wirtschaft, Behörden und Politik müssen sich stärker verzahnen, um den Menschen eine noch wesentlich bessere Teilhabe am Leben in Deutschland zu ermöglichen.“ 

 

Bildhinweis:
Regierungspräsidentin Diana Ewert begrüßte im Dortmunder Archiv Khaled Ghatass (links) und Man Habib.



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