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26.05.2017

Franziska Erbstollen

Bezirksregierung sichert Grubenwasserabfluss in Witten Gehört zum Bereich Energie, Bergbau

Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Ableitung der Grubenwässer im Einzugsgebiet des Franziska Erbstollens in Witten laufen planmäßig.

In einer Befahrung wurden jetzt vor Ort die künftigen Maßnahmen zur Überwachung des Abflussverhaltens und der chemischen Zusammensetzung des Grubenwassers erörtert. Seit 2015 ist die Bezirksregierung Arnsberg vor Ort tätig.

Ein Verbruch unter der Ruhrstraße, einer der Hauptverkehrsachsen der Stadt Witten, wurde damals festgestellt. Die Behörde ist seitdem mit der Sicherung und der Aufgabe betraut die Wasserführung im Stollen aufrechtzuerhalten, so dass es nicht zu einer Sperrung der Straße kommt. Mit Hilfe eines 10 m tiefen Gesenks im Kreuzungsbereich Ruhrstraße/Wetterstraße und eines ca. 58 m langen „Bypass-Stollens“ soll das Grubenwasser in den Mühlengraben abgeführt werden. Je nach Jahreszeit fallen 80 bis 200 l/s Grubenwasser an. Sobald das Grubenwasser über den Bypass-Stollen abgeführt werden kann, wird der Verbruch mit hydraulisch abbindenden Baustoffen verfüllt und die Dauerstandsicherheit der Tagesoberfläche wieder hergestellt.

Zur kontinuierlichen Überwachung des Abflussverhaltens und der chemischen Zusammensetzung des Grubenwassers wird im Franziska Erbstollen ein Messwehr errichtet, das mit Hilfe spezieller Sonden Daten sammelt und diese Daten regelmäßig per Fernübertragung übermittelt. Mit der Konzeption dieses Messwehrs und der wissenschaftlichen Begleitung des Grubenwasser-Monitorings hat die Bezirksregierung Arnsberg das Forschungszentrum Nachbergbau der TH Georg Agricola Bochum beauftragt.

Bildhinweise:

  1. Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg und des Ing.-Büro Fichtner Mining & Environment während des Vor-Ort-Termins in Witten
  2. Blick in den neuen „Bypass-Stollen“


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