Brandfrüherkennung - Erhöhung der Grubensicherheit durch neues System

Brände im untertägigen Steinkohlenbergbau können nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Aus grubensicherheitlichen Aspekten ist es erforderlich, eine Brandentwicklungen so früh wie möglich festzustellen, um Gegenmaßnahmen rasch und effizient einleiten zu können.
Im Falle großer Wettervolumenströme sind beginnende CO-Entwicklungen mit der heutigen Messgerätetechnik infolge der bestehenden Messtoleranzen erst bei größeren Konzentrationen wahrnehmbar, so dass sich aus einem anfänglichen Glimmbrand unter einem Gurtförderer ein offener Flammenbrand entwickeln kann.
So kam es im Jahr 2005 im Grubenbetrieb des Bergwerks Prosper-Haniel zu einem Grossbrandereignis, das Anlass zur Entwicklung eines zusätzliches Systems zur Brandfrüherkennung war.
Dieses Brandfrüherkennungssystem "GESO – FireFinder M" besteht im Wesentlichen aus einem entlang des Gurtförderers verlegten Lichtwellenleiter-Kabels als Sensor. In die Lichtwellenleiter dieses Sensorkabels werden kurze Laserlichtimpulse eingekoppelt. Ein geringer Teil des eingekoppelten Laserlichts wird zurückgestreut. Durch Auswertung der Streuanteile dieses optischen Signals sowie der temperaturbedingten Änderung der Wellenlänge erhält man aus dem Rückstreuspektrum die Temperatur im Sensorkabel.
Durch Verknüpfung von Intensitätsmessung und Laufzeitmessung des Laserlichts innerhalb des Lichtwellenleiters erfolgt die lagegenaue Zuordnung einer Temperaturerhöhung. Diese Daten werden zu einer ständig besetzten Stelle über Tage (z. B. Sicherheitswarte) übertragen, dort zur Anzeige gebracht und gespeichert.
Derzeit sind drei Gurtförderer des Bergwerks mit dem neuen Brandfrüherkennungssystem ausgerüstet. Ein weiterer Einbau auf einem weiteren Bergwerk an einem besonders zu überwachenden Gurtförderer ist in der Vorbereitung.Info-Bereich
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