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Integrationsstellen Gehört zum Bereich Bildung, Schule Gehört zum Bereich Integration, Migration

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die interkulturelle Schulentwicklung und die durchgängige Sprachbildung mit eigens hierfür bereit gestellten Lehrerstellen.

Das im Jahr 2012 in Kraft getretene „Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen und zur Anpassung anderer gesetzlicher Vorschriften“ erweiterte die Bildungs- und Erziehungsziele des nordrhein-westfälischen Schulgesetzes in seiner bis dahin gültigen Fassung.

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt den Schulen im Regierungsbezirk Arnsberg zusätzliche Lehrerstellen mit dem Ziel zur Verfügung, die gesellschaftliche Teilhabe und Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch schulische Bildung zu fördern.

Durch die Zuweisung dieser Stellen sind die Schulen in die Lage, viele zusätzliche Stunden an Lern- und Unterrichtszeit einzurichten.

Die Schulen sollen diese Stellen insbesondere verwenden:

  • für Maßnahmen zum Seiteneinstieg bei unvorhergesehenem Zuzug größerer Gruppen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund (Bildung von Sprachfördergruppen)
  • zur durchgängigen sprachlichen Bildung aller Kinder und Jugendlichen
  • zur Entwicklung von Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen Schule und Elternhaus
  • zur interkulturellen Verständigung
  • für Vorhaben gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus

Die Verwendung der Integrationsstellen unter dem Leitgedanken „Vielfalt gestalten – Teilhabe und Integration durch Bildung“ zielt damit auch auf die Stärkung von Demokratie und interkultureller Verständigung in Schule und Gesellschaft.

Den Schulen können Integrationsstellen auch dann zugewiesen werden, wenn sie bereit sind, als Hospitationsschulen Erfahrungen auf dem Gebiet der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund an andere Schulen weiterzugeben.

Ein Teil der Stellen kann von den Kommunen für sozialräumliche Projekte verwendet werden. - Antragsberechtigt sind kreisangehörige Kommunen mit einem hohem Anteil von Familien mit Migrationshintergrund, insbesondere von solchen in wirtschaftlich und sozial angespannten Lebensverhältnissen, sowie kreisfreie Städte mit entsprechenden Stadtteilen, in denen es Bedarfe gibt, die vom kommunalen Integrationszentrum nicht abgedeckt werden können.

Integrationsstellen werden in der Regel für den Zeitraum von zwei Schuljahren zugewiesen.


Weiterführende Informationen

Antragstellung von Schulenwww.bra.nrw.de/756644

Welche Unterlagen müssen die Schulen einreichen, um Stellenanteile zugewiesen zu bekommen? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Antragsverfahren.

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