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Bereich: Bildung, Schule > Unterricht und Unterrichtsunterstützung

Sexualisierte Gewalt in der Schule - Leitfaden Gehört zum Bereich Bildung, Schule

Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiterinnen und Schulleiter sowie weitere Beschäftigte einer Schule sind dem Kindeswohl der Schülerinnen und Schüler verpflichtet. Dieser Schutzauftrag wird von den Schulen verantwortungsbewusst und konsequent umgesetzt, in Einzelfällen jedoch kann es dennoch zu Grenzverletzungen oder sexuellen Übergriffen kommen: Um Schulleitungen, aber auch Lehrerinnen und Lehrern Sicherheit im Umgang mit diesem schwierigen und sensiblen Thema zu vermitteln, hat die Bezirksregierung einen Leitfaden erstellt, der Informationen zu folgenden relevanten Aspekten enthält:

Erkennen und beobachten

  • Sexualisierte Gewalt in der Schule – eine Begriffsklärung
  • Täterstrategien

Handeln

  • Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte, Schulleitung und Schulaufsicht
  • Prävention von sexuellen Übergriffen durch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter in der Schule.

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Die Erfahrung zeigt, dass es für Lehrerinnen und Lehrer sehr belastend ist, einen Kollegen/ eine Kollegin zu verdächtigen, sich gegenüber Schülerinnen und Schülern grenzverletzend oder übergriffig verhalten zu haben. Gleichwohl ist es im Interesse des Kindeswohls und des Schutzauftrags der Schule wichtig, jedem Verdacht unangemessenen Verhaltens nachzugehen.

Folgende Empfehlungen sollten Lehrerinnen und Lehrer in Verdachtsfällen befolgen:
  1. Jeder Verdacht und jeder konkrete Hinweis muss ernst genommen werden: Schülerinnen und Schüler befinden sich in einem hierarchischen Abhängigkeitsverhältnis und sind auf die Hilfe von Erwachsenen angewiesen!
  2. Die Schulleitung muss umgehend informiert werden. Diese entscheidet über die Einleitung weiterer Schritte, sie informiert die Schulaufsicht.
  3. Sollten Sie unsicher sein, ob Sie Ihrem „unguten Gefühl“ trauen können, wenden Sie sich zur Beratung an die Schulpsychologische Beratungsstelle oder die Dezernenten für Krisenintervention bei der Bezirksregierung (Kontaktdaten siehe Ansprechpartner).
  4. Dokumentieren Sie Ihre Beobachtungen (Fakten, Aussagen/Verhaltensweisen von Schülerinnen und Schülern).
  5. Sorgen Sie für den Schutz und die Unterstützung der Betroffenen: Kommunizieren Sie klar an die Schülerin/den Schüler, dass sie/er keine Verantwortung für den Übergriff trägt, sichern Sie keine Vertraulichkeit zu, wenn Sie dies nicht halten können! Tragen Sie Sorge dafür, dass die Beschuldigte/der Beschuldigte nicht vorverurteilt wird!

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