Kampfmittel­beseitigung main menu

Kriegsschäden in Bochum (Archivmaterial der Stadt Bochum, Presse- und Informationsamt) Bombenfund Luftbildauswertung Luftbildauswertung Luftbild-Archiv Ausgebauter und entschärfter Zünder einer Bombe

Ein schweres Erbe

Während des 2. Weltkriegs sind nach groben Schätzungen allein auf das Ruhrgebiet über 150.000 Tonnen Bombenlast gefallen. Dazu kommen Minen, Granaten und Handgranaten unbekannter Größenordnungen. Auch die ländliche Region blieb vor allem dann nicht verschont, wenn sogenannte kriegswichtige Unternehmen dort angesiedelt waren.


Foto: Kriegsschäden in Bochum (Archivmaterial der Stadt Bochum, Presse- und Informationsamt)


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Gefahrenpotenzial

Es wird vermutet, dass etwa 5 bis 15 Prozent der Bomben Blindgänger waren. Sie stellen nach wie vor ein großes Gefahrenpotenzial dar und können aufgrund von Korrosion oder anderen Einflüssen mit den Jahren sogar gefährlicher werden.

Grund genug für die Gemeinden und Städte, im Vorfeld von Bauarbeiten den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg zu beteiligen, um Gefahren für Leib und Leben auszuschließen.


Foto: Bombenfund


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Safety first

Jährlich werden hier rund 12.000 Anfragen zur Luftbildauswertung aus ganz Westfalen-Lippe bearbeitet.

Tendenz steigend...


Foto: Luftbildauswertung


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Anfragenboom

Während in den Jahren 2008/09 in Nordrhein-Westfalen rund 35.000 Bauanträge gestellt wurden, waren es 2015 etwa 51.000, eine Steigerung um 45 Prozent. Parallel zu den Anfragen nach Luftbildauswertungen wurde auch die Zahl der Mitarbeiter/-innen erhöht und die technischen Abläufe weiter optimiert. So ist z.B. der gesamte Arbeitsprozess von der Beantragung durch die Kommunen über die Bildanalyse und das Anfertigen einer Stellungnahme vollständig digitalisiert.


Foto: Digitale Darstellung von Verdachtspunkten


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Qualität vor Geschwindigkeit

Die Qualität der Luftbildauswertung konnte kontinuierlich verbessert werden.

Waren es in den 80er Jahren nur 20. 000 Luftbilder, stehen dem KBD-WL aktuell rund 140.000 Luftbilder aus Aufklärungsflügen während der Kriegshandlungen zur Verfügung - ein unverzichtbarer Beitrag für mehr Sicherheit aller Beteiligten.

Für jede Anfrage müssen durchschnittlich 90 Luftbilder gesichtet werden, um Kriegsverlauf und resultierende Kampfmittelbelastung zu rekonstruieren.


Foto: Luftbild-Archiv


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Routine gibt es nicht

In zwei von drei Fällen führen die alten Luftbilder zum Fundort einer Bombe. Auch deren Entschärfung ist Aufgabe des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Westfalen-Lippe. Das Spezialwissen erwerben die Kampfmittelräumer in Lehrgängen und unter praktischer Anleitung. Es gilt aber: Jeder Fund ist anders und ist entsprechend vorsichtig zu behandeln.

Jährlich werden in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster über 200 Bomben mit einem Gewicht von über 50 kg entschärft und mehr als 12.000 weitere Kampfmittel geräumt.


Foto: Ausgebauter und entschärfter Zünder einer Bombe


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