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25.01.2011

Kraftwerk Berrenrath: Bedenken sorgsam prüfen

Gegen den Plan der RWE Power AG in Köln, im Industriekraftwerk Berrenrath bei Hürth dauerhaft Abfallstoffe, Biobrennstoffe, Hölzer und Klärschlamm mitzuverbrennen, sind bei der nordrhein-westfälischen Bergbehörde, der Bezirksregierung Arnsberg, mehr als 1700 Einwendungen eingegangen. Vier Wochen lang hatten die Antragsunterlagen für das bergrechtliche Planfeststellungsverfahren öffentlich ausgelegen.

"Wir nehmen die große Besorgnis der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst und werden alle Bedenken und Anregungen sorgsam und ohne zeitlichen Druck prüfen", versichert Fachdezernent Lothar Nigge. Die Einwendungen werden bei der Umweltverträglichkeitsprüfung ebenso berücksichtigt wie die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange, wie sie etwa von der Bezirksregierung Köln, den Städten Hürth, Frechen, Kerpen, Erftstadt und Brühl sowie dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) abgegeben wurden.

Einwendungen und Stellungnahmen werden mit allen Beteiligten am 16. März 2011 ab 9 Uhr in einem nicht-öffentlichen Termin im Bürgerhaus Hürth erörtert. Teilnehmen dürfen Vertreter der beteiligten Behörden und des antragstellenden Unternehmens, alle Personen, deren Einwendungen form- und fristgerecht eingegangen sind, sowie alle Betroffenen innerhalb eines Radius von 3,6 Kilometern um das Kraftwerk und einiger zusätzlicher Wohnbereiche in Frechen, Hürth und Erftstadt.

Zum Hintergrund:
Seit Anfang 2009 werden im Kraftwerk Berrenrath versuchsweise Abfallstoffe, Biobrennstoffe, Hölzer und Klärschlamm mitverbrannt. Die dabei entstehenden Emissionen werden messtechnisch überwacht. Seit Mitte August 2010 lässt die Bezirksregierung Arnsberg darüber hinaus im Umfeld des Kraftwerks Immissionsmessungen durchführen. Mit der human-toxikologischen Beurteilung dieser Messergebnisse hat die Bezirksregierung Prof. Dr. Thomas Eikmann, Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, beauftragt. Erste Bewertungen werden voraussichtlich im Laufe des März 2011 vorliegen.


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