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01.04.2011

Flurbereinigungsverfahren "Blögge" offiziell beendet

Neues Verfahren "Bördebäche Soest/Hamm" steht vor der Einleitung Gehört zum Bereich Kommunalaufsicht, Planung, Verkehr Gehört zum Bereich Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz Gehört zum Bereich Förderportal, Wirtschaft

Zum Flurbereinigungsverfahren "Blögge" übergab am Donnerstag, 31. März 2011, Abteilungsleiter Ferdinand Aßhoff von der Bezirksregierung Arnsberg die Schlussfeststellungsurkunde an den Vorstandsvorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Friedrich-Wilhelm Rüsse-Markhoff.

Das Flurbereinigungsverfahren "Blögge" war 1997 auf Antrag des Kreises Soest eingeleitet worden. Ziel der langfristig angelegten Flurbereinigung war es, einen Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie zu leisten. Die Richtlinie sieht vor, dass alle Gewässer in der EU bis zum Jahr 2027 in einen "guten ökologischen Zustand" zu versetzen sind oder das "Potenzial" dazu erreicht wird. In dem 85 Hektar großen Areal, das in das Verfahren einbezogen war, konnten durch Kauf- und Tauschverhandlungen entlang der Blögge zwischen Soest-Paradiese und der Einmündung der Blögge in den Soestbach insgesamt über 10 Hektar Uferstreifen bereitgestellt werden. Auf diesen Uferstreifen wurden Maßnahmen für den Hochwasserschutz und zur ökologischen Verbesserung des Gewässers durchgeführt. Mit großem Erfolg, denn die Flächenbereitstellung hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Blögge im gesamten Kreis Soest das Gewässer mit dem wohl besten

ökologischen Zustand geworden ist und Vorbildcharakter hat für die Zielsetzungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Nachdem die Flurbereinigung an der "Blögge" mit gutem Erfolg beendet wurde, haben der Kreis Soest und die Stadt Hamm, unterstützt durch die Bezirksregierung, das Gemeinschaftsprojekt "Lebendige Bördebäche" als Fortsetzungsmaßnahme ins Leben gerufen. Ziel ist es, für die anderen Gewässer und Bäche im Einzugsgebiet von Ahse und Lippe eine Verbesserung des ökologischen Zustandes zu erreichen.

Durch Bodenordnungsmaßnahmen, die Kauf- und Tauschverhandlungen beinhalten, sorgt die Bezirksregierung als Flurbereinigungsbehörde dafür, dass die benötigten Flächen für die geplanten Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden können. Neben der Ausgestaltung von Uferstreifen und Uferentfesselungen sollen, wenn möglich, auch größere Auenbereiche entwickelt werden.

Das "Dezernat Ländliche Entwicklung, Bodenordnung" der Bezirksregierung Arnsberg (Flurbereinigungsbehörde) kann dabei auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Haben doch zahlreiche Flurbereinigungsverfahren entlang der Lippe von Lippstadt bis Lünen, der Möhne und der Pöppelsche bei Erwitte mit dazu beigetragen, dass die Renaturierung der Gewässer erfolgreich durchgeführt und dabei trotzdem die Interessen der ortsansässigen Landwirte gewahrt werden konnten.

Fotohinweis:
Abteilungsleiter Ferdinand Aßhoff (3. v. l.) von der Bezirksregierung Arnsberg übergab die Schlussfeststellungsurkunde an den Vorstandsvorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Friedrich-Wilhelm Rüsse-Markhoff (2. v. l.). Mit dabei: Dezernent Andreas Barden (l.) und Bernfried Mitic von der Bezirksregierung.

 


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