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06.09.2012

Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop

Gutachten zu Bergsenkungen vorgestellt Gehört zum Bereich Energie, Bergbau

Im Bottroper Ratsausschuss für Planung und Umwelt informierte Michael Kirchner, Abteilungsleiter Bergbau und Energie der Bezirksregierung Arnsberg, am Donnerstag (06.09.) über das aktuell vorgelegte Gutachten zu Bergsenkungen durch Abbautätigkeit des Bergwerks Prosper-Haniel.

Das Gutachten war von der Bezirksregierung Arnsberg in Auftrag gegeben worden, um die Ursache für Bodenbewegungen im Bereich Bottrop zu ermitteln. Zu den Ergebnissen sagte Michael Kirchner: „Nach dem von uns in Auftrag gegebenen Gutachten sind außerhalb des prognostizierten Einwirkungsbereiches von Ende 2003 bis Ende 2010 Bodensenkungen von bis zu 8 cm hauptsächlich durch den Kohleabbau des Bergwerkes Prosper-Haniel verursacht worden.“

Der 2001 in der Rahmenbetriebsplanzulassung angegebene Einwirkungsbereich beruhte auf Prognoserechnungen für die zukünftigen Auswirkungen des geplanten Kohleabbaus. Die mit Prognoserechnungen verbundenen Unwägbarkeiten werden mit zunehmendem zeitlichem Abstand zu der Entscheidung aus 2001 größer. Nach der jetzt vorgelegten gutachterlichen Expertise gehen die Bergsenkungen über den Prognosebereich hinaus.

Systematische Kontrolle durch Monitoring-Gruppe

Um die Unwägbarkeiten der Prognose zu kompensieren, wurden bereits aufgrund damaliger Beschlüsse der Landesregierung die Einwirkungen durch systematische Beobachtung, Kontrolle und Steuerung mit einer Monitoring-Gruppe begleitet. Mit diesem Monitoring werden zukünftig auch die Senkungsauswirkungen außerhalb des prognostizierten Einwirkungsbereiches überwacht und daraus ggf. erforderliche Konsequenzen gezogen.

Neben ökologischen Auswirkungen können die Bodensenkungen jedoch auch Bergschäden verursachen. Die RAG Deutsche Steinkohle wurde daher aufgefordert, die möglicherweise betroffenen Grundstückseigentümer rechtlich so zu stellen, als läge ihr Grundstück innerhalb des prognostizierten Einwirkungsbereiches.

Umfassende Information und Bürgerbeteiligung

Die Bezirksregierung Arnsberg wird sicherstellen, dass die Öffentlichkeit umfassend informiert wird und eine Beteiligung betroffener Bürger stattfindet. Sie wird daher in dem laufenden und in den künftigen Betriebsplanverfahren alle Grundeigentümer über die Abbaueinwirkungen informieren und sie am Verfahren beteiligen.

Die Betroffenen erhalten durch diese Beteiligung die Möglichkeit, ihre Belange wahrzunehmen und mögliche Bergschäden geltend zu machen. Das vollständige Gutachten ist im Downloadbereich auf der rechten Seite abzurufen.


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