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21.02.2013

„Aktiv statt passiv“

Modellprojekt soll Langzeitarbeitslosen helfen

Über 160 Langzeitarbeitslosen soll das Modellprojekt „Aktiv statt passiv“ der Interessengemeinschaft sozialgewerblicher Beschäftigungsinitiativen e. V. (ISB) helfen.

Die öffentliche geförderte Beschäftigungsmaßnahme im Raum Dortmund wird vom Land Nordrhein-Westfalen mit 2.445.730 Euro unterstützt – zu einem Drittel mit Ziel-2-Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), bewilligt von der Bezirksregierung Arnsberg.

Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann übergab jetzt den Förderbescheid für die bereits angelaufene Maßnahme an ISB-Vorstand Andreas Koch. „Die Landesregierung setzt mit einigen Modellprojekten auch auf die Förderung dauerhafter Beschäftigung im öffentlichen Sektor. Es geht darum, der Perspektivlosigkeit von Langzeitarbeitslosen etwas entgegen zu setzen. Auch bei Menschen mit speziellen Vermittlungshemmnissen müssen wir versuchen, ihnen die Teilhabe an der Berufswelt und am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Das ist allemal besser, als sie nur dauerhaft zu alimentieren“, sagte der Regierungspräsident heute in Dortmund.

Das Modellvorhaben, möglich durch einen Erlass des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales NRW, startete am 1. Januar 2013 und läuft bis zum 31. Dezember 2014. Die Interessengemeinschaft sozialgewerblicher Beschäftigungsinitiativen leitet die Fördermittel an neun Qualifizierungs- und Beschäftigungsinitiativen der Region weiter.

Von Gesundheitswirtschaft bis Logistik

Bei den Trägern handelt es sich um das Christliche Jugenddorf (CJD), den Caritasverband, die Diakonie, Dobeq, das Frauenzentrum Huckarde, GrünBau, die Stadtteilschule sowie Prompt/Gewerkstatt und Werkhof. Sie stellen jetzt gut 160 potenzielle Arbeitsplätze zur Verfügung – in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, haushaltsnahe Dienstleistungen, Verkauf, Büroverwaltung, Facility Management sowie Recycling, Landschaftsbau, Transport und Logistik.

Zuschüsse und spezielle Beratung

Im Fokus stehen Langzeitarbeitslose, deren Integration in den Arbeitsmarkt trotz Bemühungen von Argen und Kommunen (aus Mitteln des SGB II und SGB III) nicht gelungen ist. Sie sollen nun im Rahmen eines „Sozialen Arbeitsmarktes“ beschäftigt werden. Hierfür werden Transferleistungen, d.h. Arbeitslosengeld II und Kosten der Unterkunft, in Lohnkostenzuschüsse umgewandelt. Hinzu kommen stabilisierende Hilfsangebote – von der Beratung bei besonderen Alltagsproblemen bis hin zu speziellen Qualifizierungsmaßnahmen.

 

Bildhinweis:
Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann (links) mit ISB-Vorstand Andreas Koch


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