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11.09.2015

Schlossbergklinik Bad Laasphe

Unterkunft für Asylbewerber muss schon am Wochenende an den Start gehen Gehört zum Bereich Integration, Migration

Die Planungen für die Schaffung einer neuen Unterbringungseinrichtung für Asylbewerber in der ehemaligen Schlossbergklinik in Bad Laasphe waren gerade erst angelaufen. Angesichts der dramatischen Zunahme der Zugänge seit dem vergangenen Wochenende durch die in großer Zahl über Ungarn und Österreich nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge hat sich die Unterbringungssituation auch in Nordrhein-Westfalen weiter verschärft.

Vor diesem Hintergrund musste die Bezirksregierung Arnsberg kurzfristig die Vorbereitungen für eine vorzeitige Inbetriebnahme der Unterbringungseinrichtung durch das Deutsche Rote Kreuz schon an diesem Wochenende (12. / 13. September) in Gang setzen. Zunächst werden 300 Asylbewerber in der ehemaligen Schlossbergklinik untergebracht, die später eine Kapazität von 500 Plätzen haben soll. Die erforderlichen Verhandlungen für einen Mietvertrag mit dem Eigentümer werden zurzeit beschleunigt durchgeführt. Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann und Landrat Andreas Müller wurden per Telefon am 10. September gegen 15:30 Uhr durch Regierungsvizepräsident Volker Milk über die neue Situation informiert.

Das Land Nordrhein-Westfalen betreibt zurzeit fünf Erstaufnahmeeinrichtungen, 21 so genannte zentrale Unterbringungseinrichtungen und knapp 140 Notunterkünfte mit einer Gesamtkapazität von gut 40.000 Plätzen, um die nach Nordrhein-Westfalen kommenden Asylbewerber aufzunehmen. Am gestrigen 10. September wurden in Nordrhein-Westfalen rund 2500 Neuzugänge verzeichnet. Davon kamen knapp 1000 Flüchtlinge per Zug oder Bus aus über Ungarn, Österreich und dann über München nach Nordrhein-Westfalen.


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