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19.11.2015

Gutachten im Landtag vorgestellt

Bergwerk Auguste Victoria: Geringe Bodensenkungen außerhalb des Einwirkungsbereiches Gehört zum Bereich Energie, Bergbau

Die Ergebnisse eines Gutachtens zum Bergwerk Auguste Victoria wurden am heutigen Freitag (20.11.) dem Unterausschuss für Bergbausicherheit des Landtages NRW vorgestellt. Das Gutachterteam unter Leitung von Professor Wolfgang Busch von der Technischen Universität Clausthal kommt zu dem Ergebnis, dass außerhalb des prognostizierten Einwirkungsbereiches des Bergwerkes nur geringe Bodensenkungen von wenigen Zentimetern aufgetreten sind.

Die landesweit zuständige Abteilung für Bergbau und Energie der Bezirksregierung Arnsberg hatte im Jahr 2014 ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam mit der Erstellung einer gutachterlichen Stellungnahme zur „Analyse von Senkungserscheinungen außerhalb prognostizierter Einwirkungsbereiche aktiver und in jüngerer Zeit stillgelegter Steinkohlenbergwerke der RAG AG“ beauftragt.

Das jetzt vorgelegte Gutachten für den Bereich des Bergwerkes Auguste Victoria deckt einen Abbauzeitraum von Anfang 2005 bis Oktober 2014 ab. Professor Busch und sein Gutachterteam zeigen darin auf, dass im südwestlichen Bereich von Haltern am See, im nördlichen Bereich von Marl sowie westlich und südwestlich von Lippramsdorf Senkungen außerhalb der prognostizierten Einwirkungsgrenze aufgetreten sind.

Diese über einen Zeitraum von fast zehn Jahren entstandenen geringen Bodensenkungen von wenigen Zentimetern können allerdings auch durch nichtbergbauliche Senkungsvorgänge oder durch vor 2005 verursachte Einwirkungen älteren Bergbaus entstanden sein. Insofern ist eine eindeutige Zuordnung zum begutachteten Abbauzeitraum der letzten zehn Jahre nicht möglich.

Die Gutachter haben auch das Prognoseverfahren, das in den bergrechtlichen Zulassungsverfahren zur Ermittlung des Einwirkungsbereiches angewandt wurde, überprüft. Die generelle Richtigkeit des angewandten Verfahrens und der verwendeten Parameter wurden von den Gutachtern bestätigt. Ein weiterer Aspekt des Gutachtens war die Überprüfung der Bergschadensrelevanz der festgestellten Senkungen außerhalb des prognostizierten Einwirkungsbereiches. Hier kommen die Gutachter zu dem Schluss, dass die geringen Bodenbewegungen unabhängig von ihrer Verursachung keinerlei Bergschäden erwarten lassen.

Im Rahmen der Transparenzinitiative des Landes NRW werden voraussichtlich noch im Dezember 2015 die Städte Marl, Haltern am See und Dorsten sowie der Kreis Recklinghausen über die Ergebnisse des Gutachtens informiert. Zusätzlich ist das Gutachten als Download abrufbar.


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  • Gutachten
    Bergwerk Auguste-Victoria [pdf, ca. 67MB]
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