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21.03.2016

200 Jahre Bezirksregierung Arnsberg

Auf dem Poesie-Pfad zurück in die Geschichte Preußens Gehört zum Bereich Bezirksregierung

Gemeinsam mit rund 20 hiesigen Behördenleiterinnen und -leitern, Beschäftigten der Bezirksregierung sowie Bürgerinnen und Bürgern hat Regierungspräsidentin Diana Ewert am Freitag (18.03.) die Frühlingssaison des Poesie-Pfades Arnsberg eröffnet. Die kleine Wanderung auf dem rund zwei Kilometer langen Rundweg fand im Rahmen des Behördenjubiläums statt – und war passend dazu ein Ausflug in die Geschichte. Das Thema: „200 Jahre Preußen in Arnsberg“.   

Der besondere Dank der Bezirksregierung, das machte die Regierungspräsidentin zu Beginn der Begehung deutlich, gilt Forstamtleiter Günter Dame und Wolfram Blanke vom Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald (Landesbetrieb Wald und Holz NRW) sowie Prof. Dr. Dr. Antonius Kettrup vom Arnsberger Heimatbund. Als Träger des beliebten Poesie-Pfades (mit rund 15.000 Besucher/innen pro Jahr und als Teil der „Arnsberger Waldkultur") organisierten sie jetzt als Kooperationspartner der Bezirksregierung einen kurzweiligen Veranstaltungsstart in das Jubiläumsjahr 2016. Für die Textauswahl sowie Erläuterungen zeichnete Michael Dericks, Lehrer am Franz-Stock-Gymnasium (FSG) in Arnsberg, verantwortlich. 

Wandergruppe„200 Jahre Preußen in Arnsberg“ – eine historisch spannende, zugleich ambivalente Angelegenheit. Zu hören bekamen die Wanderer feinsinnige, mitunter spöttische Texte, z.B. Gedichte und Zitate von Ludwig Thoma („Westfälische Kaisertage“), Christian Friedrich Daniel Schubart („Friedrich der Große“) oder auch Franz Ignaz Pieler („Der letzte Graf von Arnsberg, Gottfried IV.“). Und als Abbildung auf den Texttafeln entlang des Poesie-Pfades wurde der bekannte preußische Wahlspruch „Mit Gott für König und Vaterland“ verwendet. Der prangte einst auf der preußischen Pickelhaube und ist im Rückblick vor allem auch Symbol für Militarismus und Expansionsdrang. Andererseits steht Preußen noch heute exemplarisch für ein in seiner Zeit modernes Staatswesen – mit damals im Vergleich ungemein effizienten Verwaltungsstrukturen. Nicht zuletzt die seit 1816 bestehenden Bezirksregierungen als Mittel- und Bündelungsbehörden sind ein innovatives Produkt dieser Zeit.

Weitere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr folgen

Die Eröffnung der Frühlingssaison des Poesie-Pfades war jetzt die erste von mehreren Veranstaltungen, die 2016 mit dem Jubiläum „200 Jahre Bezirksregierung Arnsberg“ verknüpft sind. Als ein Höhepunkt folgt in der Zeit vom 29.04. bis 09.07. die gleichnamige Ausstellung des Sauerland-Museums im Kloster Wedinghausen – in Kooperation mit der Bezirksregierung und dem Arnsberger Heimatbund. Letzterer präsentiert im Herbst (28.09., 29.09. und 04.10.) in der Arnsberger „Kulturschmiede“ zudem historische Filmaufnahmen aus der Geschichte der Bezirksregierung. Auch finden themenbezogene abendliche Stadtführungen des Verkehrsvereins Arnsberg statt (20.05., 24.06., 08.07., 05.08. und 23.09.). Titel: „Zeitreise in die königlich-preußische Zeit“ bzw. „Kleine Berliner Stadt – als Arnsberg preußisch wurde“.

 

Bildhinweis:
Regierungspräsidentin Diana Ewert (vordere Reihe 3. von links) war jetzt mit den Leiterinnen und Leitern anderer hiesiger Behörden, mit Beschäftigten der Bezirksregierung sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern auf dem Poesie-Pfad unterwegs.



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