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06.04.2016

Bezirksregierung Arnsberg veröffentlicht Gutachten

Bergwerk Ibbenbüren: Geringe Bodensenkungen außerhalb des Einwirkungsbereiches Gehört zum Bereich Energie, Bergbau

Die Ergebnisse eines Gutachtens über Bodensenkungen im Bereich des Bergwerks Ibbenbüren wurden am Mittwoch, 6. April 2016, von der Bezirksregierung Arnsberg im Internet veröffentlicht. Das Gutachterteam unter Leitung von Professor Wolfgang Busch von der Technischen Universität Clausthal kommt zu dem Ergebnis, dass außerhalb des prognostizierten Einwirkungsbereiches des Bergwerkes nur geringe Bodensenkungen von wenigen Zentimetern aufgetreten sind.

Die landesweit zuständige Abteilung für Bergbau und Energie der Bezirksregierung Arnsberg hatte im Jahr 2014 ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam mit der Erstellung einer gutachterlichen Stellungnahme zur „Analyse von Senkungserscheinungen außerhalb prognostizierter Einwirkungsbereiche aktiver und in jüngerer Zeit stillgelegter Steinkohlenbergwerke der RAG AG“ beauftragt.

Das jetzt vorgelegte Gutachten für den Bereich des Bergwerkes Ibbenbüren deckt einen Abbauzeitraum von Anfang 2009 bis Februar 2015 ab. Professor Busch und sein Gutachterteam zeigen darin auf, dass im betrachteten Zeitraum Senkungen von bis zu 3 cm außerhalb der prognostizierten Einwirkungsgrenze des Rahmenbetriebsplans aufgetreten sind. Betroffen ist das Senkungsgebiet Mettingen (nördlicher Planfeststellungsbereich) und Ibbenbüren-Laggenbeck (südlicher Planfeststellungsbereich). Im östlichen Untersuchungsgebiet (Westerkappeln) konnten ebenfalls Senkungen innerhalb des erweiterten Betrachtungsraums nachgewiesen werden, für deren Ursache der aktive Steinkohlenbergbau nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann.

Die Gutachter haben auch das Prognoseverfahren, das in den bergrechtlichen Zulassungsverfahren zur Ermittlung des Einwirkungsbereiches angewandt wurde, überprüft. Die generelle Richtigkeit des angewandten Verfahrens und der verwendeten Parameter wurden von den Gutachtern bestätigt. Lediglich im Bereich Mettingen und Ibbenbüren-Laggenbeck liegt der nachberechnete Einwirkungsbereich geringfügig außerhalb der prognostizierten Einwirkungsgrenze des Rahmenbetriebsplans.

Ein weiterer Aspekt des Gutachtens war die Überprüfung der Bergschadensrelevanz der festgestellten Senkungen außerhalb des prognostizierten Einwirkungsbereichs. Hier kommen die Gutachter zu dem Schluss, dass die Bodenbewegungen keinerlei Bergschäden erwarten lassen.

Im Rahmen der Transparenzinitiative des Landes NRW werden voraussichtlich noch im Mai 2016 die betroffenen Kommunen (Städte Ibbenbüren und Tecklenburg, Gemeinden Mettingen, Westerkappeln und Recke) und der Kreis Steinfurt über die Ergebnisse des Gutachtens informiert.


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  • Gutachten
    Bergwerk Ibbenbüren [pdf, ca. 52MB]
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