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29.08.2016

Landesförderung

Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben Regierungsbezirk Arnsberg

Der Dortmunder Verein „MOBILE - Selbstbestimmtes Leben Behinderter e. V.“, der sich offensiv in Politik und Gesellschaft für eine gleichberechtigte Partizipation behinderter Menschen einsetzt, erhält eine Landesförderung in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

Mit dieser finanziellen Unterstützung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) wird der Verein das „Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben Regierungsbezirk Arnsberg“ (KSL Arnsberg) auf- und ausbauen. Der Förderzeitraum endet im Dezember 2019.  

Regierungspräsidentin Diana Ewert übergab den Förderbescheid am 26. August an Dr. Birgit Rothenberg vom Vorstand des Vereins „MOBILE – Selbstbestimmtes Leben“. Andreas Tintrup (Projektleitung) überbrachte der Regierungspräsidentin die Grüße des Teams des KSL Arnsberg.

Zentrales Ziel des Kompetenzzentrums ist die Steigerung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Inklusion und Teilhabe behinderter Menschen im Regierungsbezirk Arnsberg. Durch das geplante Projekt soll eine Kooperations- und Vernetzungsstruktur geschaffen werden, die neben den behinderten Bürgerinnen und Bürger selbst sowohl den Behörden als auch der Zivilgesellschaft zur Verfügung steht.  

Menschen mit Behinderung sollen dafür barrierefrei beraten und informiert werden, um sie dabei zu unterstützen, ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können. Der Beratung durch kompetente behinderte Beraterinnen und Berater, dem Peer Counseling, kommt hier besondere Bedeutung zu.

Der Verein „MOBILE-Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V.“ wurde 1983 aus der Politischen Behindertenselbsthilfe heraus gegründet. Behinderte und nichtbehinderte Mitglieder Dortmunder Behindertenselbsthilfegruppen gründeten den Verein, um Alternativen zum tradierten Behindertenhilfesystem aufzuzeigen und deren Aufbau zu unterstützen. Seit 1986 ist der gemeinnützige Verein mit einem ehrenamtlichen Vorstand Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche von Westfalen-Lippe (heute DW-Rheinland-Westfalen-Lippe). „MOBILE – Selbstbestimmtes Leben Behinderter e. V.“ richtet sich vehement gegen die Fremdbestimmung behinderter Menschen durch Institutionen und Strukturen. Behinderte Menschen sollen als gleichberechtigte Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit haben, ihre eigenen Lebenspläne entwickeln und verwirklichen zu können, wie es auch nichtbehinderten Menschen offensteht. Gemäß dieser Zielrichtung führt „MOBILE-Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V.“ als Träger oder gemeinsam mit Behindertenselbsthilfegruppen und -verbänden Projekte durch und baut Unterstützungsangebote auf, die behinderten Menschen in allen Lebensbereichen ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben ermöglichen. Behinderte Menschen werden unterstützt, ihr eigenes Leben aktiv in die Hand zu nehmen.

 

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von rechts: Regierungspräsidentin Diana Ewert, Dr. Birgit Rothenberg, Verein MOBILE – Selbstbestimmtes Leben Behinderter e.V., Andreas Tintrup, Projektleitung.


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