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11.11.2016

Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) Bochum

Bauarbeiten beginnen Gehört zum Bereich Integration, Migration

Die  konkreten Umsetzungsarbeiten für die Erstellung und Einrichtung einer neuen zentralen Landeserstaufnahmeeinrichtung in Bochum beginnen in diesen Tagen. Zunächst steht die Errichtung eines Zaunes auf dem ehemaligen Polizeigelände am Gersteinring auf dem Bauprogramm. Danach starten die eigentlichen Umbauarbeiten im Innern der bestehenden Gebäude. Zu den Arbeiten gehört auch die Errichtung von großräumigen Busparkplätzen und der Abriss eines der Gebäude.

Aufgabe der neuen zentralen Landeserstaufnahmeeinrichtung in Bochum wird es sein, alle nach Nordrhein-Westfalen kommenden Flüchtlinge an einer zentralen Stelle des Landes zu erfassen. Dadurch wird es möglich, die Identität der in Nordrhein-Westfalen eintreffenden Flüchtlinge schnell und ohne Umwege mit den bundesweit verfügbaren Datenbeständen abzugleichen. So werden mögliche Mehrfachregistrierungen vermieden. Die Landeserstaufnahmeeinrichtung wird an sieben Tagen der Woche 24 Stunden geöffnet sein. Die Aufenthaltsdauer der ankommenden Flüchtlinge soll nur wenige Stunden betragen.

In der LEA wird auch unmittelbar entschieden, ob in NRW eintreffende Flüchtlinge gemäß den Vereinbarungen des Königsteiner Schlüssels in ein anderes Bundesland weiterreisen müssen. Alle in Nordrhein-Westfalen verbleibenden Flüchtlinge werden nach ihrem Aufenthalt in der LEA Bochum in eine der schon bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes (Bielefeld, Bonn, Dortmund, Essen, Mönchengladbach, Münster, Unna sowie im Kreis Siegen-Wittgenstein) weitergeleitet. Die Zuführung der Flüchtlinge in die Erstaufnahmeeinrichtungen kann von Bochum aus zielgerichtet entsprechend den dort zur Verfügung stehenden Kapazitäten gesteuert werden, so dass diese Einrichtungen gleichmäßig ausgelastet werden können. Die dort tätigen Mitarbeiter erhalten auf diese Weise mehr Planungssicherheit bei der Betreuung der Flüchtlinge.

In den Erstaufnahmeeinrichtungen erhalten sie als erstes vorläufiges Ausweisdokument einen Ankunftsnachweis und es erfolgt innerhalb der ersten Woche ihres Aufenthalts die Zuführung zu einer der Außenstellen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), wo sie ihren Asylantrag stellen können. Anschließend erfolgt die Weiterleitung in eine der zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes.

Je nach Verlauf und Ausgang des Asylverfahrens, werden die Asylsuchenden entweder den 396 Städten und Gemeinden des Landes zugewiesen oder verlassen noch während ihres Aufenthalts in Landeseinrichtungen wieder das Bundesgebiet.


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