Kurzlink: www.bra.nrw.de/3625598
Bereich: Pressearchiv > 2017 > Juli

17.07.2017

Schutz für Wildtiere

Hinweise zu Mäharbeiten

Die Zeit für das Mähen von Grünland und Energiepflanzen (z. B. Grünroggen) fällt mit der Setzzeit vieler Wildtiere zusammen. Durch ihr angeborenes Verhalten, sich zu drücken und zu tarnen, können Jungtiere leicht Opfer von Mähwerken werden.

Mit dem Absuchen der Fläche kurz vor Mähbeginn und dem Einsatz von Flatterbändern oder mit Hilfe akustischer Warnmelder kann die Gefahr für Wildtiere verringert werden. Auch der eigentliche Mähvorgang kann so durchgeführt werden, dass sich die Tiere in Sicherheit bringen können. Dazu muss vom Zentrum der Fläche ausgehend zu den Rändern hin gemäht werden. Die Tiere folgen dabei den noch nicht abgeernteten schutzbietenden Bereichen nach außen und können den Gefahrenbereich unverletzt verlassen.

Mit Inkrafttreten des Landesnaturschutzgesetzes NRW vom 15. November 2016 hat der Gesetzgeber diese Vorgehensweise bei Mäharbeiten zur Verpflichtung gemacht. Demnach ist es verboten, bei der Mahd auf Grünlandflächen ab 1 Hektar von außen nach innen zu mähen. Davon unberührt bleibt stark hängiges Gelände. Dieses Verbot kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

 

Bildhinweis:
Rehkitz in Wiese


Info-Bereich

Ansprechpartner/innen:

Kurzlink zu dieser Seite: www.bra.nrw.de/3625598