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26.07.2017

PCB-Belastung im Envio-Umfeld

Weiterhin eingeschränkter Verzehr von Grünkohl tolerabel Gehört zum Bereich Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz

Die PCB-Belastung des Grünkohls lag im Jahr 2016 auf dem gleichen Niveau wie 2015. Auf der Basis seiner neuen Untersuchungsergebnisse hält das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) an der Verzehrempfehlung aus dem Vorjahr unverändert fest.

Während für die Kleingartenanlagen Hobertsburg und Hafenwiese weiterhin der Verzehr von zwei Portionen (zusammen 500 g) selbstangebautem Grünkohl pro Woche aus gesundheitlicher Sicht tolerabel ist, sollte der Grünkohl aus der Kleingartenanlage Westerholz nur einmal in der Woche (eine Portion von 250 g) verzehrt werden.

Den Verzehr von Kopfsalat und Endivie hatte das LANUV bereits nach den Untersuchungen aus dem Jahr 2011 als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Für Grünkohl ist nach Einschätzung des LANUV nach den Untersuchungsergebnissen für 2016 weiterhin ein lediglich eingeschränkter Verzehr tolerabel.

Das LANUV hat in 2016 wie im Vorjahr die Auswirkungen der PCB-Belastungen im Hafen-Umfeld in den Kleingartenanlagen Hafenwiese, Westerholz und Hobertsburg ermittelt. Zum Vergleich wurde wiederum ein Garten in Dortmund-Eving entsprechend untersucht. Dazu wurden Grünkohlpflanzen am 11. August 2016 ausgepflanzt am 17. November 2016 geerntet. Der Grünkohl wurde küchenfertig vorbereitet und anschließend als Mischprobe je Messpunkt auf Dioxine/Furane und PCB untersucht. Nach der Envio-Stilllegung hatte die PCB-Belastung der Nahrungspflanzen deutlich abgenommen.

Die Untersuchungen des Grünkohls werden auch in 2017 fortgesetzt. Da mittlerweile Referenzwerte für die Hintergrundbelastung in NRW vorliegen, wird zukünftig am Referenzmesspunkt 6 (Bereich Dortmund-Eving) kein Grünkohl mehr exponiert.


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