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04.12.2017

Kommunales Konfliktmanagement fördern

Teilhabe und Integration konstruktiv gestalten Gehört zum Bereich Integration, Migration

Die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) der Bezirksregierung Arnsberg ist vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) mit der Umsetzung des Projektes “Kommunales Konfliktmanagement fördern: Teilhabe und Integration konstruktiv gestalten“ betraut worden und arbeitet mit der Akademie der Ruhr-Universität Bochum zusammen. Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung Mercator.

Um bei der wachsenden Herausforderung einer gelingenden Integration zu unterstützen, soll mittels dieses Projektes in den beteiligten Kommunen ein Konfliktmanagementsystem implementiert werden. Hierfür werden ab dem Jahr 2017 ausgewählte Mitarbeitende aus den Kommunen Soest, Hamm, Duisburg, Solingen, Herne und dem Oberbergischen Kreis innerhalbes des Zertifizierungskurses „Integrationsmanagement und Systemdesign“ qualifiziert und bei der Umsetzung ihrer Konzepte von professionellen Mediatorenteams begleitet. In einer zweiten Qualifizierungsrunde ab Frühjahr 2018 werden Mitarbeitende zehn weiterer Kommunen in einer verkürzten aber inhaltlich genauso konzipierten Weiterbildung qualifiziert. Die Erkenntnisse, die bei der Weiterbildung und der Implementierung der kommunalen Konfliktmanagementsysteme gemacht werden, werden in einem Handbuch zusammengefasst und allen Kommunen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.

Weitere Bausteine des Projektes sind drei Kongresse, auf denen einer breiten Öffentlichkeit die Inhalte und Fortschritte des Projektes vorgestellt werden sollen.  Der erste Kongress wird unter dem Titel „Gesellschaftliche Konflikte effizient bearbeiten“ am 07.12.2017 im Kongresszentrum Westfalenhallen in Dortmund stattfinden. Zu diesem Kongress ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen. Eröffnet wird die Veranstaltung durch Herrn Rütten, Leiter der Abteilung Integration des MKFFI. Durch die Beiträge von Frau Dr. Farwick, Leiterin des Bereichs Integration der Stiftung Mercator und Frau Gronau-Schmid, Programmbereichsleiterin bei der Akademie der Ruhr-Universität Bochum wird über die Ziele des Projektes sowie den aktuellen Stand der Projektdurchführung informiert. Herr Prof. Dr. Zick, Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld wird anhand seines Vortrages das Projekt in den aktuellen gesellschaftlichen Kontext verorten und in der darauf folgenden Diskussion für Fragen zur Verfügung stehen.

Im zweiten Teil des Kongresses wird über den aktuellen Stand des Projektes informiert. Hierfür werden Herr Faller, Projektinitiator und leitender Dozent und Herr Dr. Buchholt, stellv. Leiter der LaKI über Intention und Entwicklungsschritte des Projektes berichten. Darauf aufbauend werden Teilnehmende aus den Pilotkommunen Hamm und Duisburg über die Eingliederung des Projektes in die kommunale Integrationsarbeit informieren und die weiteren Planungen innerhalb ihrer Projekte vorstellen.


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