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02.08.2018

Hilfe für Langzeitarbeitslose

ISB erhält über 1 Million Euro Fördermittel

50 neue Arbeitsplätze auf Helferniveau und damit der Einstieg in die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt – das ist das Ziel einer Förderung von über 1 Millionen Euro, die Regierungsvizepräsident Volker Milk am heutigen Mittwoch (1.8.) an die Dortmunder Interessengemeinschaft sozialgewerblicher Beschäftigungsinitiativen e.V. (ISB) überreichte.

Mit der Maßnahme sollen 50 Vollzeitarbeitsplätze (auf Antrag ist auch ein Teilzeitangebot möglich) für erwerbsfähige Langzeitarbeitslose gefördert werden, die in den letzten zwei Jahren bis zum Maßnahmeneintritt mindestens 21 Monate Leistungen nach dem SGB II bezogen haben, aber dennoch mittelfristig Integrationschancen aufweisen. Das Projekt, das mit 1.033.684 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert wird, wird unterstützt durch das Jobcenter Dortmund im Rahmen der Förderung von Arbeitsverhältnissen (§ 16e SGB II) und durch die Einbringung kommunaler Eingliederungsleistungen (§16a SGB II).

Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer liegt in der Zuständigkeit des Jobcenters Dortmund und erfolgt bereits vor dem eigentlichen Projektstart. Die 50 Jobs werden bei den Mitgliedsorganisationen des ISB eingerichtet. Beim ISB handelt es sich um einen Zusammenschluss von 19 großen, freien Dortmunder Trägern, die Dienstleistungen der beruflichen und sozialen Beratung, sowie der Beschäftigungs- und Qualifizierungsförderung anbieten

Bei den Einsatzbereichen wird der Fokus auf Tätigkeitsfelder gelegt, in denen ein Personalbedarf besteht (z.B. Helferstellen in den Bereichen Hauswirtschaft, Gartenbau, Transport/Fahrdienste, Ver- und Entsorgung). Alle angebotenen Stellen in den unterschiedlichen Berufsfeldern bieten gute Integrationschancen und entsprechen den Prinzipien der „fairen Arbeit“. Sie werden im Rahmen der jeweils gültigen Tarife entlohnt. Alle Arbeitgeber verfügen über Jobcoach-Kapazitäten und bieten den Integrationsbeschäftigten bedarfsgerechte Qualifizierungen an. Sie sorgen für eine fachgerechte Anleitung und organisieren erforderliche soziale Hilfsangebote.

Ziel des Projekts ist die nachhaltige berufliche (und damit auch soziale) Integration von Menschen, die bisher ausschließlich passive Empfänger von Hilfsleistungen waren. Sie sollen befähigt werden, ihr Leben selbst aktiv in die Hände zu nehmen und von eigener Arbeit zu leben. Dabei sollen sie von ihrer Persönlichkeit her so stabilisiert werden, dass es ihnen gelingt, auch Brüche in der Erwerbsbiographie und persönliche Rückschläge zu verkraften. Ziel ist die erfolgreiche nachhaltige Integration der Beschäftigen bei den beteiligten Sozialunternehmen der ISB.

 

Bildhinweis:
Regierungsvizepräsident Volker Milk überreichte den Förderbescheid an Andreas Koch von der Interessengemeinschaft sozialgewerblicher Beschäftigungsinitiativen e.V.


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