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30.07.2019

PCB-Belastung im Dortmunder Hafen

Eingeschränkter Verzehr von Grünkohl weiterhin möglich Gehört zum Bereich Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz

Die PCB‐Belastung des Grünkohls lag im Jahr 2018 auf vergleichbarem Niveau wie in den Vorjahren. Nach der Stilllegung der Firma Envio hatte die PCB‐Belastung der Nahrungspflanzen deutlich abgenommen. Die im Jahr 2018 abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen auf dem ehemaligen Envio-Gelände haben zu keiner zusätzlichen Schadstoffbelastung im exponierten Grünkohl geführt.

Auf der Basis seiner neuen Untersuchungsergebnisse macht das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) darauf aufmerksam, dass in den Kleingartenanlagen Hobertsburg, Hafenwiese und Westerholz weiterhin der Verzehr von zwei Portionen (zusammen 500 g) selbstangebautem Grünkohl pro Woche aus gesundheitlicher Sicht tolerabel ist. Den Verzehr von Kopfsalat und Endivie hatte das LANUV bereits nach den Untersuchungen aus den Jahren 2011 bis 2013 als gesundheitlich unbedenklich eingestuft.

Das LANUV hat in 2018 wie im Vorjahr die Auswirkungen der PCB‐Belastungen im Hafen‐Umfeld in den Kleingartenanlagen Hafenwiese, Westerholz und Hobertsburg ermittelt. Zum Vergleich wurden Hintergrundwerte für Nordrhein‐Westfalen aus dem Wirkungsdauermessprogramm des LANUV herangezogen.

Im Anbaujahr 2018 wurde in fünf Gärten Grünkohl in Pflanzcontainern ausgepflanzt und geerntet. Der Grünkohl wurde küchenfertig vorbereitet und anschließend als Mischprobe je Messpunkt auf Dioxine/Furane und PCB untersucht.

Der LANUV-Bericht wird in den nächsten Tagen auf den Internetseiten des LANUV und der Bezirksregierung Arnsberg (Umwelt/PCB in Dortmund) abrufbar sein. Die Überprüfung wird im Jahr 2019 fortgesetzt.


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