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11.12.2020

Regionalplan stellt Weichen für die räumliche Entwicklung

Regionalrat fasst Erarbeitungsbeschluss für neuen Regionalplan im Märkischen Kreis sowie den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein

Der Regionalrat Arnsberg hat am 10.12.2020 den Beschluss über den Entwurf für den Regionalplan für den Märkischen Kreis, die Kreise Olpe sowie Siegen-Wittgenstein einstimmig gefasst und damit die Weichen für die weitere räumliche Zukunftsplanung der Kommunen der drei Kreise gestellt.

Als zusammenfassendes, überörtliches und fachübergreifendes Planwerk legt der Regionalplan die wesentlichen räumlichen Ziele für die Kreise Olpe, Siegen-Wittgenstein und den Märkischen Kreis fest. Er setzt damit den rechtlichen Rahmen für die kommunale Bauleitplanung.

Der Entwurf ist bestimmt vom Hauptziel des Erhaltes und der Weiterentwicklung gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Flächenregion im Vergleich zu den Ballungsräumen. Die formulierten Planungsziele sind u.a. bestimmt von vier Zukunftsthemen, die für die weitere Entwicklung in der Region entscheidend sind.

Dazu gehört die aktive Bewältigung des Klimawandels. So sieht der Planentwurf beispielsweise Möglichkeiten für die verstärkte Nutzung regenerativer Energien vor. Die fortschreitende Digitalisierung wird als Teil der Daseinsvorsorge bei vielen Planvorhaben berücksichtigt werden.

Der demografische Wandel hat Auswirkungen auf zahlreiche Planungsaspekte wie z.B. eine Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und findet daher im Planentwurf Berücksichtigung. Gleichzeitig gehört die Eröffnung von Entwicklungs- und Modernisierungsmöglichkeiten für die Wirtschaft generell und hier besonders für Unternehmensgründer zu den Aufgabenstellungen. Der Regionalplanentwurf setzt dabei auf das Innovationspotenzial der heimischen Wirtschaft.

In einem transparenten und offenen Verfahren wurden die unterschiedlichen privaten und öffentlichen Nutzungsansprüche durch die Bezirksregierung als Regionalplanungsbehörde zunächst identifiziert und gerecht gegen- und untereinander abgewogen. Alle betrachteten Belange sind in den Regionalplanentwurf als zeichnerische und textliche Festlegungen eingeflossen und werden durch die Erläuterungen und Begründung der Festlegungen sowie einen Umweltbericht ergänzt.

Nach dem heutigen Beschluss des Regionalrates folgt nun die Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der in ihren Interessen berührten öffentlichen Stellen. D.h. die Akteure der Region, Kommunen, Wirtschaft, Verbände und die Bürger*innen können ihre Anregungen in die weitere Ausformulierung und Gestaltung des Planes einbringen.

Der Regionalplanentwurf wird daher bei den drei Kreisen sowie der Bezirksregierung Arnsberg ab Februar 2012 bis zum 30. Juni 2021 zur Einsicht ausliegen und überdies digital auf der Internetseite zur Verfügung gestellt.
Weitere Hinweise und Infos zum Verfahren, zur Zeitplanung, Fachbeiträge etc., finden Sie in der Story-Map (https://www.bra.nrw.de/3830311).


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