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17.12.2020

REGIONALE 2025

Projekt gestartet: Technologische Hilfe für Unternehmen

Abteilungsleiter Ferdinand Aßhoff übergibt Förderbescheid für Wirtschaftsprojekt

Das erste Projekt der REGIONALE 2025 ist gestartet! Ferdinand Aßhoff, der zuständige Abteilungsleiter der Bezirksregierung Arnsberg, übergab den Verantwortlichen der FH Südwestfalen aus Meschede den Förderbescheid über 960.000 Euro, Landrat Dr. Karl Schneider symbolisch den dritten Stern der REGIONALE 2025. Das Projekt "Blockchain für die Supply Chain" klingt kompliziert, stellt jedoch für die mittelständischen Unternehmen in Südwestfalen einen großen Gewinn dar. "Blockchain" gilt bei Firmen als eines der wichtigsten technologischen Themen der Zukunft. Die FH Südwestfalen möchte nun den Unternehmen an konkreten Beispielen zeigen, wie sie die Technologie für ihre Lieferketten nutzen können.

"Südwestfalen ist eine für Gesamtdeutschland wichtige Wirtschaftsregion. Das Projekt bietet den Betrieben in der Region Unterstützung, um Prozesse zu optimieren und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben", sagte Ferdinand Aßhoff. Als Abteilungsleiter ist er bei der Bezirksregierung Arnsberg unter anderem zuständig für die Bereiche Regionale Entwicklung und Wirtschaft. Aßhoff übergab den Projektverantwortlichen der FH Südwestfalen den Förderbescheid von 960.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Grünes Licht für das Projekt erteilte im August bereits der Ausschuss der REGIONALE 2025. Das Gremium zeichnete das Vorhaben der Fachhochschule mit dem dritten Stern aus – allerdings auf Abruf, bis der Förderbescheid eingegangen ist. Das ist inzwischen geschehen. "Das ist das erste Projekt, das wir in der REGIONALE 2025 mit drei Sternen ausgezeichnet haben", sagte Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises und aktuell Aufsichtsratsvorsitzender des REGIONALE-2025-Ausschusses. "Uns hat das technische Vorhaben überzeugt, weil es konkrete Fragestellungen der Unternehmen aufgreift, den Betrieben Anwendungsbeispiele aufzeigt und vor allen Dingen den Wissenstransfer im Auge hat."

Technologie hilft, Lieferketten einfacherer und sicherer machen

Die Freude bei Prof. Dr. Stefan Lier von der FH Südwestfalen ist groß. Gemeinsam mit seinem Team und der Hochschule Ruhr-West koordiniert er das Projekt der REGIONALE 2025. Nach der Förderzusage konnte die Arbeit an den "Lieferketten der Zukunft" beginnen. "Eine Lieferkette entsteht, wenn mehrere Unternehmen zusammenarbeiten, um ein Produkt entstehen zu lassen. In Südwestfalen kann das ein Drahthersteller sein, der einen Hersteller von Verbindungselementen beliefert, der wiederum einen Automobilhersteller beliefert", gibt Stefan Lier ein Beispiel. "Diese Lieferketten müssen anschlussfähig an die digitale Zukunft sein."

Dabei soll die Blockchain-Technologie helfen. Eine Blockchain ist eine Kette von Blöcken mit Informationseinträgen. "Der größte Unterschied zu herkömmlichen Datenbanken ist, dass Informationen nicht zentral auf einem Rechner gespeichert werden, sondern dezentral bei jedem Teilnehmer eines Blockchain-Netzwerkes", sagt Lier. Zahlungen, Bestellungen, Abrechnungen und andere buchhalterische Informationen innerhalb der Lieferkette ließen sich so einfacher und vor allen Dingen viel sicherer abwickeln. Zudem würden Mitarbeiter entlastet werden und könnten sich mit strategischen Aufgaben befassen, statt sich um operative Aufgaben wie Eintragungen in Excel-Tabellen zu kümmern.

Konkrete Beispiele aus Unternehmen

"Das Projekt hat zum Ziel, Unternehmen in Südwestfalen frühzeitig mit der Technologie vertraut zu machen, um die Kompetenz für deren Umgang in der Region zu verankern", erläutert Dr. Stephanie Arens, Leiterin der REGIONALE 2025 bei der Südwestfalen Agentur. "Das Schöne an diesem Projekt ist, dass über einen Anwendungsbeirat Unternehmen aus der Region aktiv eingebunden sind und es eine Aufarbeitung der Erkenntnisse für vielen Betriebe in ganz Südwestfalen gibt. Hier kommt die Idee der REGIONALE 2025 gut zum Tragen: Einer geht beispielhaft voran, die ganze Region profitiert."

Bildhinweis:
von links: Landrat Dr. Karl Schneider, Prof. Dr. Stefan Lier, FH Südwestfalen, Ferdinand Aßhoff, Bezirksregierung Arnsberg, Dr. Stephanie Arens, Südwestfalenagentur



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