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ELER-Förderung (NRW-Programm Ländlicher Raum)

Die Förderung der ländlichen Räume bildet - neben den Direktzahlungen an die Landwirtschaft - die zweite Säule der europäischen Agrarpolitik. Das „NRW-Programm Ländlicher Raum 2014 - 2020“ setzt die Förderung der Europäischen Union mit einem Bündel unterschiedlicher Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen um, die aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums“ (ELER) mitfinanziert werden.

Das NRW-Programm Ländlicher Raum ist damit ein Kernstück nordrhein-westfälischer Förderpolitik für die ländlichen Räume sowie für die Land- und Forstwirtschaft. Die Landesregierung fördert dabei den Erhalt und die Entwicklung lebenswerter ländlicher Räume und die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen, bäuerlichen Landwirtschaft. Das Programmvolumen wird in der Förderperiode bis 2020 einschließlich der Umschichtungsmittel aus der „1. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik“ über 1,1 Milliarden Euro umfassen und setzt sich aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln sowie kommunalen Beiträgen zusammen.

Schwerpunkte und neue Akzente

Die Landesregierung unterstützt mit diesem Programm insbesondere tier- und artgerechte Haltungsformen und besonders umweltverträgliche Anbauverfahren in der Landwirtschaft sowie den Erhalt der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft.

Aufgrund des Strukturwandels in der Land- und Forstwirtschaft werden auch Maßnahmen zur betrieblichen Weiterentwicklung, z. B. Investitionen zur Steigerung der Umwelteffizienz, gefördert.

Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Förderperiode ist die ländliche Entwicklung: Das Programm fördert lokale und regionale Vorhaben für Lebensqualität in den ländlichen Kommunen, die Dorferneuerung, den Breitbandausbau und 28 LEADER-Regionen.

Eine neue Initiative im Rahmen des Programms sind Innovationspartnerschaften zwischen Wissenschaft und Praxis. Aber auch die Vernetzung im ländlichen Raum, insbesondere mit Blick auf die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und zur Vorbeugung prekärer Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Familien ist neu. Abgerundet wird das Förderspektrum durch Bildungs- und Beratungsmaßnahmen sowie die angemessene Honorierung von Beiträgen der Land- und Forstwirtschaft für den Umwelt und Naturschutz.

Das Programm für den Zeitraum 2014 bis 2020 greift, in Abstimmung mit den über 70 Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpartnern in Nordrhein-Westfalen, alle sechs Prioritäten auf, die durch die Europäische Union zur Förderung angeboten werden:

  • Innovation und Wissenstransfer
  • nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit
  • Qualitätsverbesserungen in der Wertschöpfungskette
  • Bewahrung und Wiederherstellung der ökologischen Vitalität
  • Ressourcenschonung und Klimaschutz sowie
  • die integrierte wirtschaftliche und soziale Entwicklung der ländlichen Räume

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