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Fiskalische Erbschaften Gehört zum Bereich Recht, Ordnung

Der Fiskus (Staat) wird Erbe, wenn keine Erben vorhanden sind bzw. ermittelt werden konnten oder die Erben die Erbschaft ausgeschlagen haben.

Die Feststellung des Erbrechts des Staates wird durch das Nachlassgericht getroffen. Es begründet die Vermutung des Erbrechts und kann jederzeit auf Antrag des tatsächlichen (bis dahin unbekannten) Erben, der einen Erbschein erhält, aufgehoben werden.

Für die Abwicklung des Nachlasses ist die Bezirksregierung zuständig, in deren Bereich der Erblasser zurzeit des Todes seinen letzten Wohnsitz hatte.

Die Aufgaben bei der Abwicklung eines Nachlasses bestehen in

  • Ermittlung und Verwertung des Nachlassvermögens,
  • Abwehr und Durchsetzung von Ansprüchen gegen und für den Nachlass,
  • Herbeiführung der Haftungsbeschränkung durch Einleitung des Insolvenzverfahrens,
  • Abwicklung von Nachlassschulden und Erbauseinandersetzungen.

Die Haftung des Fiskus ist letztlich auf den vorhandenen Nachlass beschränkt, d. h. der "Staat" wickelt nur diesen ab, übernimmt also keine Schulden, die den Nachlass übersteigen. Evtl. Erlöse aus Nachlässen kommen dem Landeshaushalt zugute.


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