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Hochwasserwarndienst  Gehört zum Bereich Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz 

Aktuelle Hochwasserwarnungen

18.03.2019 7:00 - Lippe

Die Niederschläge der letzten Tage haben an allen Pegeln im Lippegebiet zu steigenden Wasserständen geführt.
Da für die nächsten Tage nur geringe Niederschläge vorausgesagt sind, besteht derzeit keine Hochwassergefahr.

Bei drohender Hochwassergefahr wird der Hochwasserwarndienst der Bezirksregierung aktiviert. Die Niederschlags- und Abflusssituation wird fortlaufend beobachtet. Der Warndienst ist unter der Telefonnummer 02931/825801 oder 825823 zu erreichen (s. Button Ansprechpartner(innen)).

20.03. 2019 09.44 Uhr - Volme, Lenne, Ruhr

Für alle noch erhöhten Abflüsse an Volme, Lenne und Ruhr gilt:

weiterhin durchgängig deutlich fallende Wasserstände über das kommende Wochenende hinweg.
Mit erneutem Hochwasser wird derzeit nicht gerechnet.

Allgemein gilt: bei Einsetzen von ergiebigem Regen, ggf. mit Starkregenanteilen und / oder in Kombination mit durchgreifendem Tauwetter in den Wintermonaten, kann es zu Überflutungen tiefliegender Bereiche sowie partiellen Überschwemmungen kommen. Eigenvorsorge wird grundsätzlich empfohlen. Ebenso die Kenntnisnahme aktueller Wetterwarnungen der Wetterdienste.

Die Rufbereitschaft des in Dortmund ansässigen Hochwasserwarndienstes für Volme / Lenne / Ruhr, welcher historisch seit über 95 Jahren amtliche Hochwasserwarnungen und Vorhersagen herausgibt, ist bei drohender Hochwassergefahr und während des Ablaufens eines Hochwassers innerhalb der Monate NOV bis MÄR über den Button Ansprechpartner(innen) rund um die Uhr erreichbar.
Mail-Anfragen können i.d.R. nur während der Bürozeit eingesehen und beantwortet werden.

Uwe Jansen, Dipl.-Ing.
Hydrologie / Hochwasserwarndienst


Hochwasser

Hochwasser ist als Teil des Wasserkreislaufs ein Naturereignis. Große Wassermengen laufen niederschlagsbedingt oder z. B. durch Schneeschmelze in kurzer Zeit in den Bach- und Flusstälern zusammen. Um Hochwasserschäden zu begrenzen, setzt sich die Bezirksregierung Arnsberg regional und überregional für den Hochwasserschutz ein.

Die Bezirksregierung Arnsberg führt am Standort Dortmund zur Früherkennung von Hochwassergefahren einen Hochwasserwarndienst für die Ruhr und ihre Nebenflüsse Lenne und Volme sowie am Standort Lippstadt für die Lippe durch. Messdaten über Wasserstände, Abflüsse, Talsperrenfüllstände, Niederschlag und umfangreiche meteorologische Informationen laufen hier zusammen. Der Hochwasserwarndienst wertet diese Daten aus, schätzt die Hochwasserlage ein und erstellt Trends und Prognosen.

Er stellt sicher, dass alle beteiligten Stellen frühest möglich über drohende Hochwassergefahren informiert werden. In den hochwasserrelevanten Wintermonaten von November bis März besteht für die Ruhr auf Grund sich schnell entwickelnder Hochwässer eine Rufbereitschaft. Bei Bedarf wird sie verlängert. Außerhalb dieses Zeitraumes (z. B. bei Sommerhochwässern) wird die Rufbereitschaft individuell eingerichtet. Ebenfalls bedarfsorientiert ist die Rufbereitschaft für die Lippe am Standort Lippstadt.

Der Hochwasserwarndienst der Bezirksregierung Arnsberg deckt die folgenden Gewässer ab:

  • Ruhr (vom Pegel Olsberg bis zur Mündung in den Rhein)
  • Lenne (vom Pegel Kickenbach bis zur Mündung in die Ruhr)
  • Volme (vom Pegel Stephansohl bis zur Mündung in die Ruhr)
  • Lippe (von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein)

Überschreiten die Pegel festgelegte Meldegrenzen (MG), sendet der Hochwasserwarndienst Hochwasserwarnungen an die Feuerwehr-Leitstellen der Kreise und kreisfreien Städte. Die Leitstellen treffen nach Erhalt einer Hochwasserwarnung entsprechende Vorkehrungen für Maßnahmen zur Gefahrenabwehr vor Ort. Des Weiteren werden ausgewählte Empfänger gesondert alarmiert.

Nach Aussprechen einer Hochwasserwarnung können beim Hochwasserwarndienst detaillierte Informationen zur Hochwasserentwicklung und meteorologische Daten erfragt werden. Parallel dazu versendet z. B. der Hochwasserwarndienst in Dortmund in unregelmäßigen Abständen „Lagemitteilungen“ zum Hochwasser.

Die Steuerung der Hochwasserschutzräume an den Talsperren muß an die Hochwasserlage angepasst und optimiert werden. Hierzu steht der Hochwasserwarndienst des Standortes Dortmund mit der Talsperrensteuerungszentrale des Ruhrverbands in Essen in engem Kontakt. Der Standort Lippstadt hält enge Kontakte zur Leitwarte des Wasserverbands für das obere Lippegebiet. Abgabeänderungen aus den Talsperren erfolgen unter Einbeziehung bzw. auf Anordnung des Hochwasserwarndienstes der Bezirksregierung Arnsberg.


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