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Bereich: Bildung, Schule > Gleichstellungsangelegenheiten im schulischen Bereich

Mädchen- und Jungenförderung Gehört zum Bereich Bildung, Schule

Qualität von Schule muss sich auch an der Antwort auf die Frage messen lassen, was sie zur Förderung der Chancengleichheit der Geschlechter und zur Beseitigung von bestehenden geschlechtstypischen Nachteilen für Mädchen und Jungen leistet.

Es ist inzwischen bekannt, dass nicht nur der soziale Status und die ethnische Herkunft, sondern auch das Geschlecht Auswirkungen auf den Leistungserfolg haben. Eine Auswertung schulstatischer Daten belegt u. a., dass die Wiederholerquote der Jungen in allen Schulstufen höher ist als die der Mädchen und je höherwertiger die Abschlüsse, desto häufiger werden sie von Mädchen erworben. Trotzdem sind Mädchen nicht – wie zunehmend behauptet wird – die Gewinnerinnen“ des Bildungssystems. "Denn nach wie vor sind u. a. ein geschlechtsspezifisch segregierter Arbeitsmarkt, niedrige Fraueneinkommen und weniger Frauen in Spitzenpositionen Merkmale in der Berufswelt." (Claudia Schneider)

Gerade junge Frau sollten daher schön früh bei der Berufswahl und Familienplanung Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten in den unterschiedlichen naturwissenschaftlich-technischen und sozialen Berufen, Lohnungleichheiten innerhalb der Unternehmen und letztendlich erhebliche Unterschiede bei der Rentenhöhe zwischen Frauen und Männern im Blick haben (vgl. Rentengrafik unter Downloads).

Maßnahmen

  • Gender-Mainstreaming als Querschnittsaufgabe für alle an Schule Beteiligte,
  • Orientierungshilfen für geschlechtergerechten Fachunterricht,
  • Gender als Fortbildungsangebot der regionalen Kompetenzteams
  • Angebote zur Berufswahlorientierung, wie Girls´ Day und "Neue Wege für Jungen".
  • Aufforderung zur Gender-Konzeption im Rahmen der Qualitätsanalyse und individuellen Förderung (Gütesiegel).

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