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Bereich: Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz > Arbeitsschutz > Arbeitsschutz und Betriebssicherheit

Psychische Belastungen bei der Arbeit Gehört zum Bereich Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz

Die Bezirksregierung

  • überwacht, ob das betriebliche Arbeitsschutzsystem wirksam zur Prävention und Beseitigung psychischer Fehlbelastungen beiträgt.
  • überwacht, ob die Arbeitsschutzziele im Bereich psychischer Belastungen durch bewährte und anerkannte Maßnahmen verfolgt werden.
  • informiert über psychische Belastungen am Arbeitsplatz und schafft durch Sensibilisierung der Beteiligten ein Bewusstsein für Präventionsmaßnahmen.
  • leistet eine Anstoßberatung in Betrieben und Verwaltungen, damit eine systematische Vorgehensweise zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz entwickelt wird.

Psychische Belastungen sind in modernen Arbeitswelten ein Problem mit steigender Bedeutung. Die Notwendigkeit der Berücksichtigung psychischer Faktoren wird von allen Arbeitsschutzakteuren postuliert. Mithin müssen zeitgerechte Arbeitsschutzkonzepte den Umgang mit diesen Belastungen einbeziehen. Dessen ungeachtet zeigt ein Blick in die reale Arbeitswelt, dass Anspruch und Wirklichkeit noch weit auseinander liegen.

Psychische Belastung bei der Arbeit umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher psychisch bedeutsamer Einflüsse, etwa die Arbeitsintensität, die soziale Unterstützung am Arbeitsplatz oder die Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit. Ähnlich wie bestimmte Arten und Ausprägungen körperlicher Belastung gesundheitsgefährdend sein können, kann auch die psychische Belastung bei der Arbeit gesundheitsbeeinträchtigende Wirkungen haben, zum Beispiel bei andauerndem hohen Zeit- und Leistungsdruck oder bei ungünstig gestalteter Schichtarbeit. Daher ist es erforderlich, psychische Belastungen der Arbeit in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen.

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber/-innen dazu, auf Basis einer Beurteilung der Arbeitsbedingungen zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. Bei dieser Gefährdungsbeurteilung sind auch psychische Belastungen der Arbeit zu berücksichtigen (vgl. § 5 ArbSchG).

Zum Thema Mobbing stehen Ihnen fachlich geschulte Ansprechpartner der MobbingLine NRW, unter der Telefonnummer 0180 3 100 113 jeweils von Montag bis Donnerstag, in der Zeit von 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr zur Verfügung. Die Beratung ist selbstverständlich vertraulich.

Rechtsvorschriften und Arbeitshilfen

Die Rechtsvorschriften finden sich im Internet über das Arbeitsschutzportal des Landes Nordrhein-Westfalen und im Internetauftritt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Im Wissens- und Beratungsnetzwerk "KomNet NRW" stellen zudem Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden jedermann ihr Fachwissen zum Thema zur Verfügung.


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