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Bereich: Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz > Umwelt > Wasserwirtschaft und Gewässerschutz

Talsperren Gehört zum Bereich Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz

Talsperren und sonstige Stauanlagen sind vom Menschen geschaffene Bauwerke, die das Wasser von Flüssen und Bächen, aber auch Sedimente, aufstauen oder speichern. Ihre wasserwirtschaftliche Bedeutung wird durch die vielfältigen Aufgaben und Nutzungszwecke unterstrichen; sie dienen insbesondere

  • der Versorgung von Menschen, Industrie und Gewerbe mit Trink- u. Brauchwasser,
  • dem Schutz von Bevölkerung, Sach- und Vermögenswerten vor Hochwasser,
  • der Erhöhung der Wasserführung in den Gewässern bei Trockenzeiten,
  • der Gewinnung von Energie durch Wasserkraft,
  • der Erholung und Freizeit von Menschen im und am Wasser sowie
  • dem Rückhalt und der Speicherung von absetzbaren Stoffen.

Breitenbachtalsperre – Hochwasserentlastung (links) und Entnahmeturm (rechts)

Als Großbauwerke unterliegen Stauanlagen besonderen Anforderungen hinsichtlich der Sicherheit und Umweltverträglichkeit. Ab einer bestimmten Größenordnung oder Sicherheitsrelevanz stehen sie in NRW unter Aufsicht der Bezirksregierungen. Diese Aufsicht umfasst die Genehmigung von neuen sowie die Bau- und Betriebsüberwachung bei bestehenden Anlagen.

Im Rahmen von wasserrechtlichen Genehmigungen werden u. a. die Einhaltung der bau- und umweltrechtlichen Vorschriften geregelt, vorgelegte Planunterlagen überprüft und Baustellenkontrollen (Bauaufsicht) durchgeführt.

Listertalsperre – Der Kraftwerksturm vor der Staumauer  Möhnetalsperre - Stauanlagenüberwachung zu allen Jahreszeiten

Wesentlicher Bestandteil der Betriebsüberwachung von Stauanlagen sind regelmäßige Kontrollen. Vor Ort kontrollieren Mitarbeiter der Bezirksregierung den Zustand der Bauwerke, die Funktionssicherheit der Betriebs- und Messeinrichtungen sowie die Beachtung der Betriebsvorschriften. Zur Überwachungsaufgabe zählt auch die Prüfung der von den Stauanlagenbetreibern vorzulegenden Sicherheitsberichte und vertieften Überprüfungen. In diesen Unterlagen werden die Ergebnisse der Anlagenüberwachung jährlich sowie die Bemessungsgrundlagen in größeren Zeitabständen ausgewertet und begutachtet.

Im Regierungsbezirk Arnsberg nimmt das Dezernat Wasserwirtschaft diese Aufgabe für 76 Anlagen nach § 105 Landeswassergesetz NRW wahr:

  • 35 Talsperren (davon 12 Vorsperren und 2 Ausgleichsweiher)
  • 27 Hochwasserrückhaltebecken,
  • 6 Staustufen (Wehre),
  • 6 Sedimentationsbecken,
  • 2 Pumpspeicherbecken

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