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Unterstützung freischaffender Künstlerinnen und Künstler Gehört zum Bereich Kultur, Sport

Anlass

Mit Runderlass vom 15.3.2020 hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen verfügt, dass eine Vielzahl von Einrichtungen, Begegnungsstätten und Angebote (u.a. alle Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Kinos, Museen, Schwimmbäder, Volkshochschulen, Musikschulen, sonstige öffentliche und private außerschulische Bildungseinrichtungen, Zusammenkünfte in Sportvereinen, sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie – mit Ausnahmen – Bibliotheken) zu schließen bzw. einzustellen sind. Es hat auch angeordnet, dass alle öffentlichen Veranstaltungen zu untersagen sind.

Davon sind freischaffende Künstlerinnen und Künstler in besonderer Weise betroffen und in ihrer Existenz bedroht. Es liegt im erheblichen Interesse des Landes Nordrhein-Westfalen, deren wirtschaftliche Existenz und das Aufrechterhalten ihrer künstlerischen Fertigkeiten jenseits der Öffentlichkeit (z.B. auch durch Recherchieren, Konzeptionieren, Üben, Proben und Trainieren) zu ermöglichen, bis Einnahmen aus Projekten, Veranstaltungen oder sonstigen Engagements wieder erzielt werden können.

Allgemeine Regelungen

Mit diesem Sofortprogramm sollen Künstlerinnen und Künstler unterstützt werden, die professionell und selbständig tätig sind und durch die Absage von Projekten, Veranstaltungen oder sonstiger Engagements aufgrund o.a. Verfügungen Einnahmeausfälle nachweisen können. Ein Anspruch auf die Gewährung einer Förderung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die bewilligende Stelle auf Grund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel.

Förderhöhe

Gewährt wird den Künstlerinnen und Künstlern ein nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von bis zu einer Höhe von maximal und einmalig 2.000 Euro bei nachgewiesenen Einnahmeausfällen.

Zuständigkeit

Die Antragsstellung erfolgt bei der Bezirksregierung, die für den jeweiligen Wohnort zuständig ist.

Unterlagen

Es werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Antrag (siehe rechte Spalte „Download“)
  • Nachweis der Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (Stichtag 15.03.2020)
  • Nachweis der Honorarvereinbarung, des Vertrages, einer rechtsverbindlichen Erklärung oder ein vergleichbarer Nachweis
  • die Darlegung des Einnahmeausfalls und Begründung/Belegung der einzelnen Ausfallpositionen infolge des oben genannten Erlasses des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
  • eine Bestätigung über den Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen durch Vorlage einer Kopie des gültigen Personalausweises

Um Verzögerungen zu vermeiden, schicken Sie die Unterlagen bitte möglichst vollständig (Kopie Personalausweis und Mitgliedschaft KSK oder anderer Künstlerverbände). Besonders wichtig ist der konkrete Nachweis über den finanziellen Ausfall, weil sich daraus die Höhe des Zuschusses ergibt.

Frist

Der Antrag muss bis zum 31.05.2020 abgesandt worden sein. Bearbeitung und Auszahlung erfolgen durch die Bezirksregierungen in der Reihenfolge des Antragseingangs.

Härtefall-Regelung

Ein Teil dieses Sofortprogramms ist zur Unterstützung von sogenannten Härtefällen reserviert. Die Gewährung des Zuschusses erfolgt in diesem Fall im Rahmen einer Einzelfallprüfung. Ein Härtefall kann vorliegen bei Künstlerinnen und Künstlern, die eine Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse (siehe oben) nicht nachweisen können, aber dennoch professionell und selbständig tätig sind. Der Nachweis über die künstlerische Tätigkeit ist durch die Mitgliedschaft in einer künstlerischen Vereinigung oder einen vergleichbaren Nachweis zu erbringen.


Info-Bereich

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