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Abfälle im Bergbau - Entsorgung und Überwachung Gehört zum Bereich Energie, Bergbau Gehört zum Bereich Umwelt, Gesundheit, Arbeitsschutz

Die Bezirksregierung Arnsberg, als landesweit zuständige Bergbehörde nimmt die Aufgaben als Abfallwirtschaftsbehörde für die unter Bergaufsicht stehenden Betriebe im Land Nordrhein-Westfalen entsprechend der Zuständigkeitsverordnung wahr.

Bild einer Planierraupe

Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

  • Genehmigung und Aufsicht über die Abfallwirtschaft der Bergbaubetriebe einschließlich Bergbauabfall
  • Abfallentsorgung in Bergwerken über und unter Tage, einschließlich Tagebaue
  • Durchführung von Planfeststellungs- und Plangenehmigungsverfahren zur Errichtung und zum Betrieb oder zur wesentlichen Änderung von Deponien in Betrieben unter Bergaufsicht.
  • Fachaufsicht über Deponien in Betrieben unter Aufsicht der Bergbehörde
  • Anordnungen zur Anpassung bestehender Deponien an geänderte technische/rechtliche Verhältnisse oder für die Stilllegung, Rekultivierung und für die Nachsorge
  • Mitwirkung bei der Erarbeitung von Rechtsnormen, Technischer Regelwerken, Richtlinien und Vollzugshilfen
  • Mitwirkung an Forschungsvorhaben des Bundes und des Landes NRW
  • ADV-Koordination bei dem Einsatz landesweiter Abfallüberwachungssysteme (Beispiel: ADDIS und ASYS).

Deponien im Bergbau

Zahlreiche Abfalldeponien befinden sich in laufenden oder bereits stillgelegten Bergbaubetrieben. Die Abfallablagerungen erfolgen in der Regel über Tage in Tagebauen. Dabei liegt der Schwerpunkt in den Tagebauen des Braunkohlenbergbaus im südlichen Nordrhein-Westfalen (NRW) zwischen Köln und Aachen. Die Bezirksregierung Arnsberg ist als Bergbehörde für das Land Nordrhein-Westfalen landesweit für die Genehmigung und Aufsicht derartige Betriebe zuständig. Das Zuständigkeitsspektrum in NRW reicht beispielsweise von der Inertstoffdeponie über die Sonderabfalldeponie bis zur Untertagedeponie. Eine besondere Stellung nehmen die Deponien für Kraftwerksreststoffe im Rheinischen Braunkohlenrevier ein. Dies sind die größten Monodeponien in NRW.

Gefährliche Abfälle

Für die Entsorgung gefährlicher Abfälle ist ein besonderes formalisiertes Nachweisverfahren in elektronischer Form vorgeschrieben. Sofern solche Abfälle im Bergbau entstehen oder dort entsorgt werden sollen, ist die Bezirksregierung Arnsberg als Bergbehörde zuständig. Zu der Tätigkeit der Bergbehörde gehören beispielsweise die Vergabe von Ordnungsnummern und die behördliche Bestätigung von Entsorgungsnachweisen. Für nicht gefährliche Abfälle gilt eine allgemeine Nachweispflicht (beispielsweise formlose Übernahmenachweise, Wiegebelege etc.).


Weiterführende Informationen

Entsorgung von Bergbauabfall - Mining-Wastewww.bra.nrw.de/506132

Mit der Bergbauabfallrichtlinie hat die Europäische Union Maßnahmen festgelegt, mit denen die negativen Auswirkungen und Risiken für Mensch und Umwelt, die durch die Bewirtschaftung von Abfällen aus der mineralgewinnenden Industrie entstehen, vermieden oder verringert werden sollen.

Abfalldeponien im Bergbauwww.bra.nrw.de/506185

Stillgelegte Tagebaue eignen sich besonders als Deponiestandort. An die Deponien in den Tagebauen wird ein europäischer Standard angelegt. Das Deponiespektrum der Bergbehörde in Nordrhein-Westfalen umfasst alle Deponietypen.

Abfallüberwachung - Nachweisverfahren für gefährliche Abfällewww.bra.nrw.de/506293

Das Abfallnachweisverfahren ist für die Entsorgung gefährlicher Abfälle zwingend vorgeschrieben (NachwV). Hierzu sind einheitliche Vordrucke und verschiedene Nummernsysteme zu verwenden. Heute ist das elektronische Nachweisverfahren (eANV) bundeseinheitlich eingeführt.

Abfallwirtschaft im Braunkohlenbergbauwww.bra.nrw.de/506338

Beim Betrieb der Tagebaue im Rheinland fallen Abfälle in unterschiedlicher Qualität und Quantität an. Die Abfälle entstehen bei der Vorfeldberäumung und dem Betrieb von Tagesanlagen. Darüber hinaus gibt es auch bergbauspezifische Abfälle, für die es gesetzliche Sonderregelungen gibt.

Abfallverwertung im Nichtkohlenbergbauwww.bra.nrw.de/506658

Im Rahmen der Wiedernutzbarmachung von Tagebauen des Nichtkohlenbergbaus ist im Anschluss an die Gewinnung oft eine Verfüllung des Tagebaus zur Realisierung der geplanten Folgenutzungen erforderlich.

Verwertung von bergbaufremden Abfällen - Technische Regelnwww.bra.nrw.de/506536

Entwicklung bundeseinheitlicher Technischer Regelwerke für die Verwertung von bergbaufremden Abfällen - Technische Regeln

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