Kurzlink: www.bra.nrw.de/590965
Bereich: Kommunalaufsicht, Planung, Verkehr > Regionalrat und Regionalentwicklung

Regionalplanung: Siedlungsflächen-Monitoring Gehört zum Bereich Kommunalaufsicht, Planung, Verkehr

Aufgabe des Siedlungsflächen-Monitoring

Das Siedlungsflächen-Monitoring (SFM) ist ein Instrument der kontinuierlichen und systematischen Raumbeobachtung. Die Erfassung und regelmäßige Fortschreibung von planerisch verfügbaren Flächenreserven (Wohnbauflächen und Gewerbeflächen) nach einheitlichen methodischen Ansätzen stellt eine wesentliche Grundlage für die nachhaltige Siedlungsentwicklung dar. Das SFM wird von der kommunalen und der regionalen Planungsebene gleichermaßen genutzt.

Mittelgebirgslandschaft mit Gewerbe- und Wohnflächen

Die Regionalplanung erhält einen aktuellen und vergleichbaren Überblick über die planerisch verfügbaren Flächenreserven der Gemeinden ihres Planungsraumes. Dieser Überblick ist Voraussetzung für eine bedarfsgerechte Darstellung von Siedlungsbereichen im Regionalplan. Die Kommunen werden ihrerseits bei ihrem kommunalen Flächenmanagement durch die Bereitstellung eines Datenbanksystems unterstützt, mit dem sie ihre Flächenpotenziale (inkl. der Baulücken) systematisch und aktuell erfassen, verwalten und bewerten können. Im Falle einer Änderung der Bauleitpläne bzw. einer Fortschreibung oder Änderung des Regionalplans stehen der Regionalplanung mit dem SFM abgestimmte Daten für eine qualifizierte Beurteilung der Bedarfssituation zur Verfügung.

Wenn das System des SFM flächendeckend im Plangebiet eingeführt sein wird, erlaubt es künftig auch eine prozessorientierte Bewertung der Siedlungsflächenentwicklung. Dies ist ein wesentlicher Zweck des Projektes. So gibt das SFM etwa Aufschluss darüber, ob das vorhandene Flächenangebot den Anforderungen nachfragender Unternehmen oder privater Bauherren entspricht. Es wird damit ein Instrument zur Evaluierung von Planung bereitgestellt, das künftig auch Aussagen darüber erlaubt, ob eine Anpassung der regionalplanerischen Ziele selbst erfolgen sollte.

Zusammenarbeit von Kommunen und Regionalplanungsbehörde

Seit 2005 befindet sich das System des SFM bei der Bezirksregierung Arnsberg (BR AR) im Aufbau. Mit Abschluss der Aufbauarbeiten für den Märkischen Kreis soll es im Jahre 2011 flächendeckend für das Plangebiet der Regionalplanbehörde Arnsberg eingerichtet sein.

Für die Arbeit im SFM steht den Nutzern eine Datenbank mit einfach zu bedienender Nutzeroberfläche zur Verfügung. Die Web-basierte Nutzung verknüpft verschiedene Sach- und Geodaten miteinander und präsentiert sie gemeinsam.

Bei der Pflege des Systems arbeiten Kommunen und die Regionalplanungsbehörde eng und vertrauensvoll zusammen. Für die Erfassung und Aktualisierung der Flächenreserven zeichnen die Kommunen verantwortlich. Erfasst werden alle planerisch verfügbaren Reserveflächen (Wohnbauflächen und Gewerbeflächen), einschließlich der Baulücken. Dafür stellt die Bezirksregierung die Datenbank und die erforderliche, einheitliche Methodik zur Verfügung. Die von den Kommunen erfassten Daten werden anschließend mit der Regionalplanungsbehörde abgestimmt. Danach stehen sie für die kommunale wie regionale Planung zur Verfügung. Die aktuelle Version bietet den kommunalen Nutzern zusätzlich die Möglichkeit, die erfassten Gewerbeflächen-Potenziale durch eine einfache Freischaltung zur Vermarktung in das Internet-Portal "Germansite" einzustellen.

Gegenüber der früheren Arbeitsweise, die Flächenreserven nur fallweise und "von Hand" zu erheben, ergeben sich durch die vereinheitlichte und automatisierte Arbeitsweise und die laufende Verfügbarkeit von abgestimmten und aktuellen Flächendaten erhebliche Rationalisierungsvorteile. Aufgrund der Vertraulichkeit der bereitgestellten Daten ist der Zugang zu der Datenbank nur den beteiligten Kommunen/Kreisen und der Regionalplanungsbehörde vorbehalten.


Info-Bereich

Downloads:

Kurzlink zu dieser Seite: www.bra.nrw.de/590965